Brisante Behauptung zum Hamas-Angriff: Israelischer Geheimdienst weckte Netanjahu nicht auf

Laut einem Bericht der US-Zeitung The New York Times hielt der israelische Inlandsgeheimdienst den Hamas-Angriff am Morgen des 7. Oktober für nicht schwerwiegend genug und weckte Premierminister Netanjahu daher nicht auf, um ihn zu informieren.

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Während die Debatten in der israelischen Öffentlichkeit über die Operation Al-Aqsa-Flut, die der bewaffnete Arm der Hamas, die Qassam-Brigaden, am 7. Oktober gegen Israel startete, andauern, wurde eine brisante Behauptung aufgestellt.

US-Medien berichteten, dass der israelische Inlandsgeheimdienst Schin Bet zu Beginn des Angriffs lange Zeit nicht entscheiden konnte, ob es sich um eine Übung der Hamas handelte oder nicht.

The New York Times (NYT) berichtete, dass der Chef des Schin Bet, Ronen Bar, am frühen Samstagmorgen des 7. Oktober gegen 03:00 Uhr Ortszeit, als der großangelegte Angriff begann, nicht beurteilen konnte, ob es sich um „eine der Übungen der Hamas“ handelte. Die Beamten des Schin Bet verfolgten an jenem Morgen von ihrem Hauptquartier aus die Aktivitäten der Hamas im Gazastreifen. Die Hamas-Aktivitäten, die in der Nacht beobachtet wurden – wobei es hieß, die Hamas sei „für die Nachtstunden ungewöhnlich aktiv“ gewesen –, wurden vom israelischen Inlandsgeheimdienst Schin Bet, der davon überzeugt war, dass die Organisation „keine Absicht habe, in den Krieg zu ziehen“, zunächst lediglich als „eine nächtliche Übung“ eingestuft. 

'ANGRIFF WURDE NICHT ERNST GENOMMEN, NETANJAHU WURDE NICHT GEWECKT'

Der israelische Geheimdienst hatte vor etwa einem Jahr aufgehört, die Funkgeräte der Hamas-Mitglieder abzuhören, da er dies als „vergebliche Mühe“ betrachtete. Laut NYT hätte die Reaktion auf die Angriffsvorbereitungen in jener Nacht anders ausfallen können, wenn Israel eine solche Entscheidung nicht getroffen hätte.

Andererseits bewertete Schin Bet-Chef Ronen Bar im weiteren Verlauf der Stunden, dass die Hamas „einen kleinteiligen Angriffsversuch unternehmen könnte“, und ordnete nach Rücksprache mit hochrangigen Generälen die Stationierung einer als „Tequila“-Team bekannten „Elite-Anti-Terror-Einheit“ an der Südgrenze Israels an. Nach Angaben von drei israelischen Verteidigungsbeamten glaubte bis zum Beginn des Angriffs niemand, dass die Lage ernst genug sei, um Premierminister Benjamin Netanjahu zu wecken.