Britisches Unternehmen entlässt russische Mitarbeiterin: Grund war ihre Stimmabgabe für Putin
Ein Unternehmen in Großbritannien hat eine Mitarbeiterin entlassen, nachdem diese wegen ihrer Unterstützung für Putin gemeldet worden war.
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Das Immobilienunternehmen Egre in London hat eine seiner Mitarbeiterinnen entlassen, nachdem diese gemeldet worden war, weil sie für den russischen Präsidenten Wladimir Putin gestimmt hatte.
Nazar Smyk, der in Großbritannien lebt und sich selbst als Einkäufer von Ausrüstung für die ukrainische Armee bezeichnet, hatte Social-Media-Beiträge veröffentlicht, die sich gegen die bei Egre angestellte Julia Worobjowa richteten.
Smyk schrieb am Sonntag auf X: „Nicht alle Russen sind Oppositionelle. Es gibt auch Abschaum wie Julia Worobjowa. Sie lebt in London und stimmt offen für Putin. Wisst ihr, was mit denen passiert, die den Krieg unterstützen?“
In einem weiteren Beitrag teilte Smyk Screenshots von Worobjowas Instagram-Account und kritisierte, dass sie zur Wahl gegangen war.
Worobjowa hatte in einem Instagram-Beitrag geschrieben: „Wenn die westlichen Medien denken, dass wir (das russische Volk) nicht für Putin stimmen. Nun, das tun wir!“, und in einem anderen Beitrag die Nachricht „Mission erfüllt“ geteilt.
Smyk veröffentlichte daraufhin die Adresse ihres Arbeitgebers und rief dazu auf: „Zeigt Julia, wofür sie verantwortlich sein sollte.“
In einem weiteren Beitrag über Worobjowa schrieb Smyk: „Wir werden dich und das Unternehmen, für das du arbeitest, ficken.“
Am Dienstag veröffentlichte Smyk ein Schreiben, das er von Egre erhalten hatte und in dem die Entlassung von Worobjowa bestätigt wurde.
Das Unternehmen erklärte in dem Brief: „Wir sind auf die Nachrichten aufmerksam geworden, die Yulia, eine unserer Beratervertreterinnen, kürzlich in den sozialen Medien veröffentlicht hat. Yulia hat keine Verbindung mehr zu unserem Unternehmen.“
Smyk behauptete zudem, er habe mit dem Eigentümer von Egre gesprochen und dieser habe erklärt, dass das Unternehmen „um seine pro-europäische Haltung zu demonstrieren, über einen britisch-ukrainischen Fonds für humanitäre Bedürfnisse der Ukrainer spenden werde“ und gleichzeitig „neue Mitarbeiter überprüfen werde, um sicherzustellen, dass keine Russen mit nicht gebilligten politischen Überzeugungen eingestellt werden“.