Chamenei: 'Mit einer solchen US-Regierung sollte nicht verhandelt werden'
Irans religiöses Oberhaupt Chamenei argumentierte, dass Verhandlungen mit den USA 'keine Probleme lösen' würden. Er erinnerte daran, dass frühere Verhandlungen zu keinem Ergebnis geführt hätten, und behauptete, dass Verhandlungen 'weder klug noch ehrenhaft' seien.
İHA
Bei einem Treffen mit Kommandeuren der Luftverteidigungskräfte in der Hauptstadt Teheran äußerte sich das religiöse Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, zu den Beziehungen zwischen seinem Land und den USA. Chamenei behauptete, dass Verhandlungen mit den USA 'keinerlei Auswirkungen auf die Lösung der Probleme des Landes' hätten. Laut Chamenei habe der Iran in der Vergangenheit zwar seine Zusagen bei Verhandlungen mit den USA eingehalten, die US-Seite habe jedoch ihr Versprechen zur Aufhebung der Sanktionen nicht erfüllt.
In dem Gespräch mit den Kommandeuren ging Chamenei auf das Thema Verhandlungen mit den USA ein, betonte deren Nutzlosigkeit und äußerte sich wie folgt:
'Zunächst einmal müssen wir richtig verstehen, dass Verhandlungen mit den USA keinerlei Auswirkungen auf die Lösung der Probleme des Landes haben. Man sollte uns nicht den Eindruck vermitteln, dass die Probleme gelöst würden, wenn wir uns mit dieser Regierung an einen Tisch setzen. Nein, Verhandlungen mit den USA lösen kein einziges Problem. Warum? Weil die Erfahrungen dies zeigen.'
"Die USA haben sich nicht an das Abkommen gehalten"
Chamenei erinnerte an die Verhandlungen mit den USA in der Vergangenheit und hielt fest:
''Wir haben uns damals mit den USA an einen Tisch gesetzt und nach etwa zweijährigen Verhandlungen ein Abkommen unterzeichnet. Die USA waren nicht allein, mehrere andere Länder nahmen ebenfalls an den Verhandlungen teil, aber das Zentrum der Gespräche waren die USA. Die Regierung jener Zeit ist unzählige Male hin- und hergereist, hat Treffen abgehalten, verhandelt, gesprochen, gelächelt, Hände geschüttelt und schließlich eine Einigung erzielt.''
Chamenei erklärte, dass die USA das durch die Verhandlungen erzielte Abkommen nicht eingehalten hätten, und bewertete dies wie folgt:
'Bei diesem Abkommen war die iranische Seite sehr großzügig und hat viele Zugeständnisse gemacht. Das Ziel des Abkommens war die Aufhebung der US-Sanktionen, doch dies geschah nicht. In Bezug auf die Vereinten Nationen wurde eine Unsicherheit hinterlassen, die ständig als Drohpotenzial genutzt werden kann. Dieses Abkommen war das Ergebnis zweijähriger Verhandlungen.'
Chamenei betonte, dass die Verhandlungen mit den USA ergebnislos geblieben seien, und fuhr fort:
''Dies ist eine Erfahrung, und wir sollten aus dieser Erfahrung lernen. Wir haben Zugeständnisse gemacht, verhandelt, sind zurückgewichen, aber wir haben das gewünschte Ergebnis nicht erreicht. Dasselbe Abkommen wurde trotz all seiner Mängel von der Gegenseite verletzt und gebrochen. Mit einer solchen US-Regierung sollte nicht verhandelt werden. Zu verhandeln ist weder ein kluges noch ein ehrenhaftes Verhalten.''
Chamenei richtete folgende Botschaften an die USA:
'Die USA versuchen, die Weltkarte auf dem Papier zu verändern, aber das hat keinerlei Realitätsbezug. Sie sprechen auch über uns, kommentieren und stoßen Drohungen aus. Wenn sie uns drohen, drohen wir ihnen ebenfalls. Wenn sie diese Drohung in die Tat umsetzen, tun wir dasselbe. Wenn sie die Sicherheit unseres Volkes angreifen, greifen wir ohne Zögern ihre nationale Sicherheit an.'