Chameneis Berater Resai: Angriffsvorbereitungen auf die Ukraine nach Erklärung über ein „Versehen“ gestoppt

Mohsen Resai erklärte, dass sie nach dem Angriff auf ein iranisches Schiff im Kaspischen Meer einen Angriff auf drei ukrainische Regionen geplant, den Prozess jedoch ausgesetzt hätten.

12punto

Generalmajor Mohsen Resai, Berater des iranischen Staatsoberhaupts Chamenei und ehemaliger Oberbefehlshaber der Revolutionsgarden, gab bekannt, dass nach dem Angriff auf ein iranisches Schiff im Kaspischen Meer Vorbereitungen für eine militärische Reaktion gegen die Ukraine getroffen wurden.

Mohsen Resai bewertete in einer Fernsehsendung die Haltung des Iran gegenüber der Ukraine und der Straße von Hormus.

In der Sendung erklärte Resai, dass nach dem Angriff der Ukraine auf das iranische Schiff im Kaspischen Meer ein Angriff auf drei Regionen der Ukraine geplant worden sei. Resai äußerte: „Wir waren dabei, einen Angriff auf drei Regionen der Ukraine vorzubereiten, dann sagten sie, es sei ein ‚Versehen‘ gewesen, und wir stoppten den Angriff, um die Angelegenheit zu untersuchen.“

Die Ukraine hatte am 25. Juli bekannt gegeben, dass sie ein iranisches Schiff im Kaspischen Meer mit einer Drohne angegriffen habe, da sie vermutete, dass es militärische Fracht nach Russland transportiere. Nach dem Vorfall fand ein Telefonat zwischen dem iranischen Außenminister Abbas Araghchi und dem ukrainischen Außenminister Andrij Sybiha statt.

Nach Angaben der iranischen Seite versicherte Sybiha, dass der Angriff nicht beabsichtigt gewesen sei und die Kiewer Regierung keine Eskalation der Spannungen wünsche. Araghchi betonte zwar, dass auch der Iran keine weitere Eskalation wolle, unterstrich jedoch, dass Angriffe auf iranische Bürger oder Interessen nicht akzeptabel seien.

BOTSCHAFT ZUR STRASSE VON HORMUS

Resai äußerte sich in der Sendung auch zur Straße von Hormus. Er erklärte, dass der Iran keine neuen Durchfahrtsrouten außerhalb der festgelegten Wege zulassen werde, und argumentierte, dass amerikanische Kriegsschiffe bei einer Fortsetzung der US-Blockade einem Risiko ausgesetzt seien.

Resai behauptete zudem, dass Kriegsschiffe direkt ins Visier genommen würden, sollten sie auf die südliche Route der Meerenge verlegt werden. Die Erklärungen brachten neben den Spannungen zwischen dem Iran und der Ukraine nach dem Vorfall im Kaspischen Meer auch das Thema der regionalen maritimen Sicherheit erneut auf die Tagesordnung.