China überholt: Indien ist das bevölkerungsreichste Land der Welt

In der Weltrangliste der Bevölkerungszahlen gab es nach Jahren eine bedeutende Veränderung: Indien hat China, das lange Zeit den ersten Platz belegte, überholt, während auch die Position der Türkei in der globalen Liste feststeht.

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Den neuesten Daten aus Bevölkerungsstudien zufolge ist Indien mit 1 Milliarde 463 Millionen Einwohnern zum bevölkerungsreichsten Land der Welt geworden. China ist mit 1 Milliarde 416 Millionen Einwohnern auf den zweiten Platz zurückgefallen. Diese Entwicklung wird als wichtiger Wendepunkt in der globalen Demografie angesehen.

In der Liste der bevölkerungsreichsten Länder liegen die Vereinigten Staaten mit 347 Millionen Einwohnern auf dem dritten Platz, gefolgt von Indonesien mit 285 Millionen und Pakistan mit 255 Millionen Bürgern. Nigeria mit 237 Millionen, Brasilien mit 212 Millionen, Bangladesch mit 175 Millionen, Russland mit 144 Millionen und Äthiopien mit 135 Millionen Einwohnern vervollständigen die Top 10.

Zu den weiteren bemerkenswerten Ländern außerhalb dieser Rangliste zählen Mexiko mit 132 Millionen, Japan mit 123 Millionen und Ägypten mit 118 Millionen Einwohnern. Sowohl in der regionalen Politik als auch in der Wirtschaft spielen diese Länder eine wichtige Rolle für das globale Gleichgewicht.

Die Türkei belegt mit ihrer aktuellen Bevölkerungszahl von 87 Millionen 794 Tausend 430 Personen den 18. Platz. Direkt darüber liegt der Iran mit 92 Millionen Einwohnern, direkt darunter Deutschland mit 84 Millionen. Dies zeigt, dass die Türkei ihren Status als eines der bevölkerungsreichsten Länder Europas beibehält.

In Europa haben das Vereinigte Königreich 69 Millionen, Frankreich 66 Millionen und Italien 59 Millionen Einwohner. Spanien mit 47 Millionen und Südkorea mit 51 Millionen Einwohnern werden in eine ähnliche Kategorie eingestuft. Auf der Südhalbkugel behaupten sich Argentinien mit 45 Millionen und Südafrika mit 64 Millionen Einwohnern weiterhin auf den vorderen Plätzen der Liste.

Länder mit einer großen Fläche wie Kanada (38 Millionen), Australien (26 Millionen), Saudi-Arabien (34 Millionen) und Kasachstan (20 Millionen) fallen als Länder mit geringer Bevölkerungsdichte am unteren Ende der Rangliste auf. Der hohe Lebensstandard in diesen Ländern ist ein weiteres Merkmal, das in den Statistiken hervorsticht.

Demografische Analysen zur Türkei deuten auf einen Rückgang der Fertilitätsrate und eine Veränderung der Altersstruktur der Gesellschaft hin. Die zusammengefasste Geburtenziffer, die im Jahr 2001 noch bei 2,38 lag, ist bis 2024 auf 1,48 gesunken; dieser Wert liegt unter der für die Selbsterneuerung der Bevölkerung erforderlichen Rate.

Den neuesten Daten zufolge gibt es in 57,2 Prozent der Haushalte in der Türkei keine Kinder im Alter von 0 bis 17 Jahren. Der Anteil der Ein-Kind-Familien liegt bei 19 Prozent, der Anteil der Familien mit zwei Kindern bei 14,6 Prozent. Es wird verzeichnet, dass der Anteil der Haushalte mit drei oder mehr Kindern auf einstellige Werte gesunken ist.

Langfristige Prognosen enthalten besorgniserregende Ergebnisse. Das Szenario des geringen Wachstums der Vereinten Nationen geht davon aus, dass die Bevölkerung der Türkei bei Fortbestehen der aktuellen Trends bis zum Jahr 2100 auf 25 Millionen sinken könnte. Den Prognosen des türkischen Statistikamtes TÜİK zufolge könnte diese Zahl auf 54 Millionen zurückgehen. Experten weisen darauf hin, dass diese Prognosen ernsthafte Risiken für den Arbeitsmarkt, das soziale Sicherungssystem und die wirtschaftliche Nachhaltigkeit des Landes bergen.

Auch der Anteil der älteren Bevölkerung in der Türkei nimmt stetig zu. Der Anteil der älteren Bevölkerung, der 2007 bei 7,1 Prozent lag, ist bis 2024 auf 10,6 Prozent gestiegen. Die Zahl der Provinzen mit einem Anteil der älteren Bevölkerung von über 10 Prozent ist auf 59 gestiegen.