Chinas Staatspräsident Xi nach 5 Jahren wieder in Europa
Chinas Staatspräsident Xi Jinping hat Frankreich als erste Station seiner dreitägigen Europareise besucht.
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Chinas Staatspräsident Xi Jinping hat Frankreich besucht.
Nach Angaben des chinesischen Außenministeriums erklärte Xi bei seiner Ankunft, er freue sich, nach seinen Besuchen in den Jahren 2014 und 2019 zum dritten Mal in Frankreich zu sein.
Xi betonte, dass 2024 das 60-jährige Jubiläum der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen China und Frankreich markiere, und sagte, dass beide Länder vor 60 Jahren die Muster des Kalten Krieges durchbrochen und diplomatische Beziehungen auf Botschafterebene aufgenommen hätten.
Xi erklärte, dass die Beziehungen zwischen den beiden Ländern im Laufe der Jahre eine Vorreiterrolle in Chinas Beziehungen zu westlichen Staaten eingenommen hätten und ein Beispiel für das friedliche Zusammenleben und die Win-Win-Zusammenarbeit von Ländern mit unterschiedlichen sozialen Systemen seien.
Der chinesische Staatschef wies darauf hin, dass beide Länder kontinuierlich neue Fortschritte in der Zusammenarbeit in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Kernenergie, Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie grüne Entwicklung erzielt hätten und sich in Fragen des Klimawandels, des Schutzes der biologischen Vielfalt und der globalen Governance abstimmten. Er sagte: "Die wachsenden chinesisch-französischen Beziehungen kommen nicht nur den Völkern beider Länder zugute, sondern verleihen der Welt in Zeiten der Unruhe auch Stabilität und positive Energie."
Xi teilte mit, dass er während seines Besuchs mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron neben den chinesisch-französischen und chinesisch-europäischen Beziehungen auch internationale und regionale Themen erörtern werde. Er fügte hinzu: "Ich hoffe, dass dieser Besuch dazu beiträgt, unsere langjährige Freundschaft zu festigen, das politische Vertrauen und den strategischen Konsens zwischen den beiden Ländern zu stärken sowie die Zusammenarbeit und den Austausch in verschiedenen Bereichen zu vertiefen."
Der chinesische Staatschef wurde bei seiner Ankunft am Flughafen vom französischen Premierminister Gabriel Attal empfangen.
ERSTER EUROPA-BESUCH SEIT 2019
Der chinesische Staatschef unternimmt seine erste Europareise seit 2019. Auf seiner Reise, die bis zum 10. Mai dauert, wird Xi nach Frankreich auch Serbien und Ungarn besuchen, die China als Freunde in Europa betrachtet. Die Wahl der Länder spiegelt Xis Suche nach Unterstützung auf dem Kontinent wider.
Die Pekinger Führung unterstützt die Idee der "strategischen Autonomie Europas" in der Hoffnung, im Wettbewerb mit den USA eine Lücke im westlichen Bündnis zu finden. Aus diesem Grund betrachtet Xi den französischen Präsidenten Macron, der argumentiert, dass Europa im geopolitischen Konflikt mit China kein "Vasall" der USA sein sollte, als strategischen Partner.
In einer Zeit, in der die Europäische Kommission eine Subventionsuntersuchung für aus China importierte Elektroautos eingeleitet hat und plant, auch Untersuchungen für Solarpaneele und Windkraftanlagen zu starten, befinden sich Chinas wirtschaftliche Beziehungen zum Kontinent an einem kritischen Punkt.
Andererseits wird Chinas Haltung im Ukraine-Krieg, die Russland verdeckt unterstützt, in Europa negativ aufgenommen. Europäische Länder, die Moskaus Vorgehen gegen die Ukraine als Bedrohung ihrer eigenen Sicherheit wahrnehmen, erwarten von Peking mehr Anstrengungen zur Lösung der Ukraine-Krise.