Dänemark verdreifacht Dauer des Wehrdienstes: Erste Gruppe hat Dienst angetreten
Mit einer Neuregelung, die mit wachsenden Sicherheitsbedenken begründet wird, wurde die Dauer des obligatorischen Wehrdienstes in Dänemark von 4 auf 11 Monate verlängert.
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In Dänemark ist eine umfassende Änderung des Wehrpflichtsystems in Kraft getreten. Mit der neuen Regelung wurde die bisherige Wehrdienstzeit von 4 Monaten auf 11 Monate verlängert. Die erste Gruppe im Rahmen dieser Neuregelung hat ihren Dienst angetreten.
Berichten der dänischen Presse zufolge werden in der ersten Phase etwa 1600 junge Menschen den 11-monatigen Wehrdienst nach dem neuen System leisten. Nach der Grundausbildung werden die Soldaten für 6 Monate in operativen Aufgaben der Armee eingesetzt.
Ziel der Regelung ist es, dass die Soldaten nicht nur eine Grundausbildung erhalten, sondern bei Bedarf einsatzbereitere Einheiten für Aufgaben im Feld gebildet werden können.
Die 20-jährige Joy Berg, die ihren Dienst in der Kaserne in Aalborg begann, sagte, sie sei aufgeregt, ihre neue Uniform zu tragen, und bereit, operative Aufgaben zu übernehmen. Auf die Frage „Bist du bereit, für dein Land in den Krieg zu ziehen?“ antwortete Berg: „Ja, das ist der Grund, warum wir hier sind. Aber wenn meine Mutter fragt, nein.“
Jeppe Plenge Trautner, der an der Universität Aalborg zu europäischer Sicherheit und Verteidigungspolitik forscht, erklärte, dass mit dem neuen System neben den einzelnen Soldaten auch Einheiten ausgebildet werden sollen, die in kurzer Zeit an die Front verlegt werden können. Trautner bezeichnete es als „traurig“, dass die Umsetzung aufgrund der wachsenden Sicherheitsbedenken und des Kriegsrisikos in Nordeuropa auf die Tagesordnung gekommen sei.
Gemäß der neuen Regelung werden alle Jugendlichen, die das 18. Lebensjahr vollenden, unabhängig vom Geschlecht zum „Tag der Verteidigung“ eingeladen, an dem Informationen über den Wehrdienst gegeben und eine Eignungsprüfung durchgeführt werden.