Das Land kämpfte mit Stromausfällen
Irland steht vor einem ungewöhnlichen Problem, seit die Zahl der Spechte, die vor 20 Jahren erstmals im Land gesichtet wurden, zugenommen hat: Stromausfälle…
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Irland erlebt einen Specht-Schock. Der Buntspecht, der mittlerweile fast überall im Land anzutreffen ist, hackt unerbittlich auf Strommasten ein und verursacht insbesondere in den südöstlichen Teilen des Stromnetzes Probleme.
Obwohl die beschädigten Strommasten von den Einsatzkräften repariert werden, stellen die Stromausfälle die Iren weiterhin vor Herausforderungen. Die Behörden bestätigten in einer Stellungnahme, dass es aufgrund der Schäden, die die Vögel an den Strommasten verursachen, zeitweise zu „Leistungsproblemen“ in einigen Teilen des Netzes kommen kann.
Ein Sprecher des Stromversorgers ESB erklärte: „In den Gebieten Aughrim und Tinahely in Wicklow beispielsweise hat ESB Networks Anfang des Jahres umfangreiche Modernisierungsarbeiten am Netz durchgeführt, bei denen unter anderem von Spechten beschädigte Masten ausgetauscht werden mussten.“ Er fügte hinzu: „Dies führte zusammen mit geplanten Wartungsabschaltungen zu offensichtlichen Unannehmlichkeiten für die Kunden in der Region, und wir danken ihnen für ihr Verständnis während der jüngsten Unterbrechungen.“
Das Hacken der Spechte verursacht Löcher in den Masten, wodurch das Holz anfällig für Fäulnis wird. Infolgedessen drohen die Strommasten umzustürzen, weshalb die Teams gezwungen sind, diese auszutauschen.
Spechte wurden in Irland erstmals vor 20 Jahren gesichtet, als Nahrungsknappheit die Vögel aus ihrer traditionellen Heimat in Skandinavien nach Süden und Westen trieb. Laut dem Irish Naturalists' Journal wurde 2007 erstmals eine Brut der Spechte in Co Down nachgewiesen; 2008 wurde der Vogel zudem auf Cape Clear, Co Cork und den Saltee-Inseln vor Co Wexford gesichtet.
Brian Burke, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Birdwatch Ireland, schätzt, dass es im Land etwa 100 Nester gibt. Burke weist darauf hin, dass die Vögel normalerweise zögern, die Irische See zu überqueren, aber nachdem ihre Zahl im Vereinigten Königreich in den letzten Jahren dramatisch zugenommen hat, seien sie nun im ganzen Land zu sehen: „Sie wurden bis nach Kerry und Mayo gesichtet, sind aber am stärksten in Leinster verbreitet, insbesondere in den Grafschaften Wicklow und Wexford.“
Burke fügte hinzu, dass Spechte gesetzlich geschützt seien und ihre Nester nicht gestört werden dürften.