Deepfake-Problematik in Südkorea hält an: 434 neue Fälle seit Jahresbeginn

Das südkoreanische Verteidigungsministerium meldete, dass 24 Militärangehörige von den Vorfällen betroffen sind.

AA

In Südkorea wurde nach der Empörung über durch künstliche Intelligenz erzeugte „gefälschte sexuelle Inhalte“ bekannt gegeben, dass es in diesem Jahr 434 neue Fälle an Schulen gab, von denen minderjährige Schüler und Lehrer betroffen waren.

Laut einem Bericht von Yonhap teilte das südkoreanische Bildungsministerium Daten zu den landesweit aus Schulen gemeldeten Fällen von „gefälschten sexuellen Inhalten“ mit.

Den Daten zufolge stammten von den 434 seit Jahresbeginn gemeldeten Fällen 243 aus Gymnasien, 179 aus Mittelschulen und 12 aus Grundschulen.

Es wurde mitgeteilt, dass in 350 dieser Fälle, die insgesamt 617 Personen betrafen, Ermittlungen eingeleitet wurden.

MILITÄRANGEHÖRIGE BETROFFEN

Darüber hinaus erklärte das Verteidigungsministerium, dass 24 Militärangehörige aufgrund der genannten Vorfälle zu Opfern wurden.

Das Ministerium teilte zudem mit, dass Bildungsprogramme gestartet wurden, um das Bewusstsein zur Prävention ähnlicher Straftaten zu schärfen.

Das Ministerium hatte gestern bereits vermerkt, dass Fotos von Soldaten sowie von Armee- und Ministeriumsangehörigen aus dem internen Kommunikationsnetzwerk entfernt wurden, da die Gefahr bestehe, dass diese zur Erstellung von „gefälschten sexuellen Inhalten“ missbraucht werden könnten; der Zugriff auf diese Fotos sei nun nur noch autorisierten Personen gestattet.

SÜDKOREAS „DEEPFAKE“-PROBLEM

Im Land war festgestellt worden, dass in einigen mit Schulen und Universitäten verbundenen Chatgruppen „sexuelle Inhalte“ verbreitet wurden, die mittels der „Deepfake“-Methode manipulierte Audio- und Bildaufnahmen von zahlreichen Opfern enthielten, bei denen es sich mehrheitlich um Frauen und Mädchen handelte.

Der Leiter des Nationalen Ermittlungsbüros, Woo Jong-soo, hatte zudem mitgeteilt, dass gegen Telegram, die Plattform, auf der diese Inhalte verbreitet wurden, wegen „Beihilfe zu Straftaten“ eine Voruntersuchung eingeleitet wurde.