Depressionsalarm in Teheran
Eine Studie, die zeigt, dass sich 99,7 Prozent der Bewohner der iranischen Hauptstadt Teheran „depressiv“ fühlen, hat offenbart, dass die große Mehrheit der Menschen aufgrund der niedrigen Lebensqualität in der Stadt unzufrieden ist.
12punto
Eine im Iran durchgeführte Studie hat ergeben, dass sich aufgrund der „niedrigen Lebensqualität“ 99,7 Prozent der Menschen in der Hauptstadt Teheran „depressiv“ fühlen.
In der Studie wurde betont, dass Faktoren wie die chaotische Situation in der Stadt, der Mangel an Unterhaltungsmöglichkeiten, unzureichende Parks und Gärten, unregelmäßig geleerte Müllcontainer sowie die Besetzung von Gehwegen durch Fahrzeuge die Depressionsraten in die Höhe treiben. 99,7 Prozent der Stadtbewohner fühlen sich depressiv, und nur ein Anteil von 0,3 Prozent fühlt sich energiegeladen.
In der Studie, in der festgestellt wurde, dass die Regionen mit der niedrigsten Lebensqualität im Süden der Stadt liegen, wurden die Gebiete mit mittlerer Lebensqualität im Norden verzeichnet. Es wurde darauf hingewiesen, dass wichtige Themen wie Luftverschmutzung und Verkehr in der Studie nicht berücksichtigt wurden.
„ES WIRD NICHT IN VERBESSERUNGEN INVESTIERT“
Der iranische Stadtsoziologe Hossein Imani Jajarmi betonte, dass in Teheran keine ausreichenden Infrastrukturmaßnahmen zur Steigerung der Lebensqualität durchgeführt würden, und sagte: „Es werden keine Investitionen getätigt, um die Lebensräume zu verbessern.“
Imani Jajarmi erklärte, dass der begrenzte soziale Raum in der Stadt den Wunsch nach Heirat und Familiengründung verringere.