Deutschland und Großbritannien unterzeichnen neues Kooperationsabkommen
In einer gemeinsamen Erklärung anlässlich des Besuchs des britischen Premierministers Keir Starmer in Deutschland wurde bekannt gegeben, dass beide Länder mit der Arbeit an einem bilateralen Kooperationsabkommen beginnen werden, das im kommenden Jahr unterzeichnet werden soll.
İHA
Der britische Premierminister Keir Starmer traf im Rahmen seines Besuchs in Berlin mit Bundeskanzler Olaf Scholz zusammen. Nach dem Gespräch wurde eine gemeinsame Erklärung zur Vertiefung und Entwicklung der Beziehungen zwischen Großbritannien und Deutschland veröffentlicht.
In der gemeinsamen Erklärung, in der betont wird, dass Deutschland und Großbritannien eine starke Freundschaft, gemeinsame Werte und gegenseitige Interessen teilen, heißt es: „Wir sind enge Partner in Europa und auf internationaler Ebene sowie langjährige Verbündete in der NATO. Angesichts der gemeinsamen Herausforderungen, vor denen unsere Länder stehen, sind wir heute der Überzeugung, dass es an der Zeit ist, unsere bilateralen Beziehungen auf eine neue Ebene zu heben. Zu diesem Zweck beginnen wir mit der Arbeit an einem bilateralen Kooperationsabkommen und werden zwischenstaatliche Konsultationen führen, um es Anfang nächsten Jahres zu unterzeichnen.“
Es wurde hervorgehoben, dass das geplante Abkommen die engste Partnerschaft beider Länder in Europa widerspiegeln werde, indem es die bestmögliche Zusammenarbeit in den für die Bürger Großbritanniens und Deutschlands wichtigsten Bereichen sicherstelle.
In dem Dokument wurde festgehalten, dass die Außenministerien in enger Abstimmung mit den Kanzler- bzw. Premierministerämtern und den zuständigen Fachministerien die Arbeiten zur Aushandlung des bilateralen Abkommens koordinieren werden. „In diesem Zusammenhang begrüßen wir die zügigen Arbeiten an einem neuen Verteidigungsabkommen zwischen unseren Verteidigungsministerien. Dieses Abkommen bildet eine tragende Säule des kommenden bilateralen Kooperationsabkommens“, hieß es weiter.
„WIR SIND ENTSCHLOSSEN, DIE VERTEIDIGUNG EUROPAS ZU STÄRKEN“
In der Erklärung wurde dargelegt, dass zu den gemeinsamen Prioritäten beider Länder die Zusammenarbeit in der Außenpolitik, das Wirtschaftswachstum, der industrielle Wandel, die Zusammenarbeit zwischen den Strafverfolgungsbehörden und die Bekämpfung irregulärer Migration, Jugend und Bildung, Energiesicherheit, Klima- und Naturpolitik, Entwicklungspolitik, Verkehr und Infrastruktur sowie Technologie, Forschung und Innovation gehören.
In dem Text, der darauf hinweist, dass Deutschland und Großbritannien entschlossen sind, Frieden und Sicherheit in Europa zu verteidigen und zu fördern, heißt es: „Wir sind entschlossen, Russland abzuschrecken, unsere Unterstützung für die Ukraine fortzusetzen und die Verteidigung Europas zu stärken.“