Diplomatische Krise zwischen Spanien und Israel
Die Forderung Spaniens an die Europäische Union (EU), das Partnerschaftsabkommen mit Israel auszusetzen, hat zu einer diplomatischen Krise zwischen Spanien und Israel geführt.
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Nachdem der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez beim Treffen des EU-Rates in Brüssel die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten dazu aufgefordert hatte, das EU-Israel-Assoziierungsabkommen auszusetzen, erklärte die israelische Botschaft in Madrid in einer schriftlichen Stellungnahme, dies sei „moralisch nicht zu rechtfertigen“.
Die israelische Botschaft erklärte weiter, Spanien werde sich durch diese Haltung „auf die falsche Seite der Geschichte“ stellen und behauptete: „Die vom spanischen Kabinett eingenommene Haltung rückt Spanien an den extremsten und zunehmend isolierten Rand der europäischen Position zum Nahen Osten.“
Das spanische Außenministerium reagierte kurz darauf auf diese Erklärung und bestellte den Geschäftsträger der israelischen Botschaft in Madrid, Dan Poraz, aufgrund der „inakzeptablen Äußerungen über die spanische Regierung“ in das Außenministerium ein.
Der spanische Außenminister Jose Manuel Albares hatte bereits beim Treffen der EU-Außenminister am 23. Juni von seinen EU-Amtskollegen die sofortige Aussetzung des Assoziierungsabkommens zwischen Israel und der EU, die Verhängung eines Waffenembargos sowie individuelle Sanktionen gegen israelische Verantwortliche gefordert.
Israel wird in Madrid derzeit nur noch auf Ebene eines Geschäftsträgers vertreten, nachdem das Land seinen Botschafter nach der offiziellen Anerkennung des Staates Palästina durch Spanien im Mai 2024 abgezogen hatte.