Diplomatischer Vorstoß Pakistans angesichts wachsender Spannungen mit Indien

Wie berichtet wird, intensiviert der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif seine diplomatischen Kontakte angesichts der zunehmenden Spannungen mit Indien.

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Laut einer Erklärung des pakistanischen Premierministeramtes traf sich Premierminister Sharif in seinem Büro mit dem chinesischen Botschafter in Islamabad, Jiang Zaidong, um die Entwicklungen in der Region zu bewerten.

Es wurde mitgeteilt, dass Sharif China für seine starke und entschlossene Unterstützung Pakistans in der aktuellen Lage in Südasien gedankt habe.

Nach Angaben der pakistanischen Presse führte Außenminister Ishaq Dar zudem separate Gespräche mit den Außenministern von Südkorea, Slowenien und Somalia, um sie über die jüngste Lage in der Region zu informieren.

Andererseits hatte Premierminister Sharif in einem Telefonat mit dem Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad Al Thani, bezüglich des Terroranschlags in der Region Pahalgam erneut den Vorschlag für eine glaubwürdige, transparente und unparteiische internationale Untersuchung unterbreitet und betont, dass er jede Form von Terrorismus verurteile.

Der Emir von Katar, Al Thani, würdigte Pakistan für seine Haltung zu den Friedensbemühungen in Südasien und erklärte, dass man mit Islamabad zusammenarbeiten wolle, um die Krisensituation zu deeskalieren.

Pakistans Botschafter in Washington, Rizwan Saeed Sheikh, hatte den US-Präsidenten Donald Trump gebeten, nach dem „schrecklichen Terroranschlag“ in Pahalgam eine Vermittlerrolle einzunehmen, um die eskalierenden Spannungen mit Indien abzubauen.

ÜBER DEN TERRORANSCHLAG

Bei einem Angriff bewaffneter Personen auf Touristen in der Region Pahalgam im indisch verwalteten Jammu und Kaschmir am 22. April kamen 26 Menschen ums Leben, zahlreiche weitere wurden verletzt.

Indien, das den Tätern vorwarf, „aus Pakistan gekommen zu sein“, setzte den „Indus-Wasservertrag“ aus, forderte die in Neu-Delhi tätigen pakistanischen Unterstaatssekretäre auf, das Land innerhalb einer Woche zu verlassen, und kündigte an, dass die Visadienste für pakistanische Staatsbürger ausgesetzt und alle zuvor erteilten Visa storniert würden.

Pakistan wies die Anschuldigungen zurück, begrenzte die Anzahl des indischen diplomatischen Personals in Islamabad, erklärte, dass Eingriffe in die Flüsse außerhalb des „Indus-Wasservertrags“ als „Kriegsgrund“ betrachtet würden, setzte jeglichen Handel mit Indien aus und schloss seinen Luftraum.