Direktorin des Louvre-Museums nach Millionenraub zurückgetreten
Nach dem Raubüberfall im Louvre-Museum, bei dem Beute im Wert von mehreren Millionen Euro entwendet wurde, gibt es einen hochrangigen Rücktritt in Frankreich. Die Direktorin des weltberühmten Louvre-Museums, Laurence des Cars, ist zurückgetreten.
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In einer Erklärung des Élysée-Palastes wurde mitgeteilt, dass der französische Präsident Emmanuel Macron den Rücktritt von Cars akzeptiert habe. „Der Präsident hat dieses verantwortungsbewusste Handeln gewürdigt und den Rücktritt in einer Zeit akzeptiert, in der das größte Museum der Welt Ruhe, Sicherheit, Modernisierung und einen neuen Impuls benötigt, um das Projekt ‚Louvre – Neue Renaissance‘ erfolgreich abzuschließen“, hieß es.
In der Erklärung wurde weiter ausgeführt, dass Macron Cars für ihre jahrelange Arbeit gedankt habe. Zudem wolle Macron ihr während der französischen G7-Präsidentschaft eine Aufgabe im Bereich der Zusammenarbeit zwischen den großen Museen der beteiligten Länder übertragen.
Der Louvre-Raub
Am 19. Oktober 2025 kam es zu einem Raubüberfall im weltberühmten Louvre-Museum, das täglich Tausende Besucher empfängt und etwa 35.000 Exponate ausstellt.
Am Morgen drangen vier Diebe über einen Lastenaufzug außerhalb des Museums und durch ein eingeschlagenes Fenster in den Bereich ein, der als Apollo-Galerie bekannt ist und in dem die königlichen Juwelen ausgestellt sind. Die Täter stahlen insgesamt neun Schmuckstücke im Wert von 88 Millionen Euro. Auf der Flucht ließen sie die Krone der Kaiserin Eugénie, der Ehefrau von Napoleon III., fallen.
Die Krone wurde beschädigt außerhalb des Museums aufgefunden. Der Raub dauerte sieben Minuten, und die Täter flohen mit Motorrädern vom Tatort. Nach dem Überfall wurde das Museum aus Sicherheitsgründen vorübergehend geschlossen und nahm nach Untersuchungen drei Tage später wieder Besucher auf. Nach dem Raub kündigten die französischen Behörden an, bis Ende des Jahres zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen im Museum einzuführen. Die Tatverdächtigen wurden etwa zwei Wochen nach dem Raub einzeln gefasst, die historischen Artefakte konnten jedoch nicht sichergestellt werden.