Donald Trump reagiert auf die Ablehnung der Unterstützung durch Südkorea
US-Präsident Donald Trump äußerte sich unzufrieden über die Regierung in Seoul, nachdem diese ein Angebot zur militärischen Zusammenarbeit im Zusammenhang mit dem Iran abgelehnt hatte.
12punto
Nach einer Pressekonferenz im Weißen Haus kritisierte Präsident Donald Trump die ablehnende Haltung Südkoreas gegenüber den Forderungen der USA im Iran-Konflikt. Trump erklärte, sein Land schütze Südkorea seit Jahren mit hohen Militärausgaben vor der Bedrohung durch Nordkorea, habe jedoch im Gegenzug nicht die erwartete Unterstützung erhalten.
Unter Bezugnahme auf ein kürzlich geführtes Telefonat mit dem südkoreanischen Staatschef berichtete Trump, er habe in diesem Gespräch um Unterstützung für eine mögliche Militäroperation gegen den Iran gebeten, jedoch eine negative Antwort erhalten. „Ich sagte: Moment mal. Wir haben dort 29.000 Soldaten stationiert, um Sie vor Ihrem Nachbarn Kim Jong-un zu schützen, aber bei einer sehr einfachen Militäroperation im Iran wollen Sie uns nicht helfen? Das ist sehr seltsam“, so Trump, der seine Überraschung und Enttäuschung über diese Antwort offen zum Ausdruck brachte.
Trump erinnerte zudem daran, dass die USA im Rahmen der NATO Hunderte Milliarden Dollar ausgäben, um Europa vor Russland zu schützen, und betonte, dass die Länder ihren Teil der Lasten tragen müssten. In diesem Zusammenhang argumentierte er, dass Südkorea den Wert der amerikanischen militärischen Unterstützung nicht ausreichend zu schätzen wisse.
Bezüglich seiner Beziehung zum nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un betonte Trump die Kommunikation zwischen den beiden Staatschefs: „Ich verstehe ihn, und er versteht mich. Er mag viele Leute nicht, er mochte Biden und Obama nicht, aber er hat eine gute Beziehung zu mir.“
Trump erklärte zudem, dass die Bedrohung Nordkoreas gegenüber Südkorea während seiner Amtszeit abgenommen habe und er daher angewiesen habe, die gemeinsamen Militärübungen mit Südkorea deutlich zu reduzieren. Diese Entscheidung sei sowohl aufgrund der hohen Kosten als auch wegen der guten Beziehung zu Kim Jong-un getroffen worden.
Dieser Vorstoß von US-Präsident Trump wird insbesondere im Kontext der militärischen Machtverhältnisse in Asien und der globalen Sicherheitsausgaben der USA als bemerkenswert eingestuft.