Drei Festnahmen nach Brandkatastrophe in Hongkong
Nach dem Brand in einem 31-stöckigen Hochhaus in Hongkong, bei dem 75 Menschen ums Leben kamen, wurden drei Mitarbeiter der Firma Prestige Construction, die mit der Instandhaltung des Gebäudes beauftragt war, festgenommen.
İHA
Nach dem Brand, der während Renovierungsarbeiten in einem 31-stöckigen Hochhaus im Wohnkomplex "Wang Fuk Court" im Bezirk Tai Po im Norden Hongkongs ausbrach, wurden drei Personen festgenommen.
Die Polizei teilte mit, dass drei Mitarbeiter der Firma Prestige Construction, die für die Instandhaltung des Gebäudes unter Vertrag stand, wegen des Vorwurfs des "Mordes" festgenommen wurden.
Die Polizei gab an, dass es sich bei den Festgenommenen um zwei Manager und einen technischen Berater des Unternehmens handelt. Der Grund für die Festnahme sei der Vorwurf des "Mordes", da bei den Wartungsarbeiten unsichere Materialien verwendet worden seien.
Die Polizei erklärte: "Wir haben Grund zu der Annahme, dass die Verantwortlichen des Unternehmens grob fahrlässig gehandelt haben, was zu dem Unfall führte, die unkontrollierte Ausbreitung des Feuers begünstigte und den hohen Verlust an Menschenleben verursachte."
Darüber hinaus beschlagnahmte die Polizei bei einer Razzia in den Büroräumen des Unternehmens Ausschreibungsunterlagen, Mitarbeiterlisten, 14 Computer sowie drei Mobiltelefone.
Die für die Wartungsarbeiten an der Fassade errichteten Bambusgerüste hatten dazu geführt, dass sich das Feuer in kurzer Zeit ausbreitete und schnell an Intensität gewann. Bei dem Brand kamen bisher 75 Menschen ums Leben, 76 weitere wurden verletzt, und von 300 Personen fehlt weiterhin jede Spur. In den 1.984 Wohnungen der acht Hochhäuser des betroffenen Komplexes lebten etwa 4.000 Menschen.