Dringende Sitzung des Europarates zur Türkei beendet: Aufruf zur „Beendigung der Verhaftungen“
Die Reaktionen aus Europa auf die Verhaftung des CHP-Präsidentschaftskandidaten und Bürgermeisters von Istanbul (İBB), Ekrem İmamoğlu, halten an. Der Europarat sprach sich gegen die Prozesse aus, in denen Bürgermeister in der Türkei inhaftiert werden, und forderte die Freilassung der inhaftierten Kommunalpolitiker. Unter Hinweis darauf, dass die Türkei Vertragspartei internationaler Abkommen ist, wurde betont, dass Gesetze respektiert werden müssen.
12punto
Der Kongress der Gemeinden und Regionen des Europarates hat die Türkei in einer „dringenden“ Sitzung vor der strafrechtlichen Verfolgung und Inhaftierung von aus der Opposition gewählten Bürgermeistern gewarnt. In dem veröffentlichten Text wurde gefordert, die Verhaftungsprozesse zu beenden. Der Kongress wies darauf hin, dass inhaftierte Bürgermeister, einschließlich İmamoğlu, freigelassen werden müssten. In der Erklärung wurde betont, dass lang anhaltende Untersuchungshaft nur bei Vorliegen konkreter Beweise zulässig sein sollte.
Im Abschlusstext der Sitzung wurde berichtet, dass die Absetzung oppositioneller Bürgermeister in der Türkei und die Einsetzung von Zwangsverwaltern zugenommen habe. Der Kongress betonte, dass diese Praktiken im Widerspruch zur Europäischen Charta der kommunalen Selbstverwaltung stünden.
In der Erklärung wurde festgehalten, dass İmamoğlu seit 2019 unter juristischem Druck stehe. Der Kongress bezeichnete die Verhaftung vom 23. März als einen Schritt, der demokratischen Prozessen schade. In der Mitteilung wurde darauf hingewiesen, dass seit 2016 etwa 150 Bürgermeister ihres Amtes enthoben wurden und das Vertretungsrecht der Wähler behindert werde.
Der Kongress erklärte, dass in den Regionen, in denen Bürgermeister verhaftet wurden, Demonstrationsverbote zugenommen hätten. In der Erklärung wurde betont, dass die Meinungs- und Versammlungsfreiheit in der Türkei erheblich eingeschränkt sei. In der Erklärung, in der zum Ausdruck gebracht wurde, dass lokale Verwaltungen eine entscheidende Rolle beim Schutz von Demokratie und Menschenrechten spielen, wurde mitgeteilt, dass lokale Führungskräfte unabhängig von ihrer politischen Gesinnung ohne Druck arbeiten können müssen.
Im Abschlusstext wurde angekündigt, dass der Dialogprozess mit der Türkei fortgesetzt werde. Es wurde bekannt gegeben, dass Vertreter des Kongresses und Berichterstatter einen Besuch abstatten werden, um die Lage der lokalen Demokratie vor Ort zu untersuchen. Der Kongress merkte an, dass Gespräche mit inhaftierten Bürgermeistern, insbesondere mit İmamoğlu, geplant seien.