Dürre in Rom lässt Tiber-Pegel sinken: 2000 Jahre alte Nero-Brücke wieder sichtbar

Extreme Hitze und Dürre in Rom haben den Pegel des Tiber sinken lassen; die Überreste der antiken Brücke, die normalerweise unter Wasser liegen, sind wieder zu sehen.

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Die extreme Hitze und die lang anhaltende Dürre in der italienischen Hauptstadt Rom haben zu einem deutlichen Rückgang des Wasserpegels im Tiber geführt. Die Überreste der rund 2000 Jahre alten Nero-Brücke, die unter normalen Bedingungen vollständig unter Wasser liegen, sind im Flussbett wieder sichtbar geworden.

Es wurde berichtet, dass die Durchflussmenge des Tiber, der durch das Zentrum Roms fließt, auf unter 80 Kubikmeter pro Sekunde gesunken ist. Dies entspricht etwa der Hälfte des Landesdurchschnitts für diese Jahreszeit.

Giovanni Giganti, Koordinator des Zivilschutzes in Rom, erklärte gegenüber Associated Press, dass die Region mit einer ernsten Wasserkrise konfrontiert sei. Giganti wies darauf hin, dass die Niederschläge in den Wintermonaten zwar relativ hoch waren, die darauffolgenden langen Dürreperioden jedoch zu einem drastischen Abfall des Flusspegels führten.

Durch das Zurückweichen des Tiber sind die Steinblöcke der Nero-Brücke wieder sichtbar geworden.

ÜBERRESTE SIND IN DER NÄHE DES VATIKANS ZU SEHEN

Die Nero-Brücke, auch als Pons Neronianus bekannt, wurde vermutlich um das Jahr 39 n. Chr. während der Regierungszeit des römischen Kaisers Caligula als Siegesdenkmal errichtet. Historischen Quellen zufolge wurde das Bauwerk später, während der Herrschaft von Caligulas Neffen Kaiser Nero, nach diesem benannt.

Die Brücke verband das Campus Martius im antiken Rom mit dem Zirkus des Nero, wo der Überlieferung nach der heilige Petrus hingerichtet wurde. Heute befinden sich in der Umgebung dieser Route Wahrzeichen der Stadt wie die Spanische Treppe, die Piazza del Popolo, die Via Condotti, der Petersdom und der Vatikan.

Die historischen Überreste sind von der Engelsbrücke (Sant’Angelo-Brücke) aus zu sehen, die zur Engelsburg (Castel Sant’Angelo) in der Nähe des Vatikans führt. Das Auftauchen der großen Steinblöcke bot Archäologen zudem die Gelegenheit, das normalerweise schwer zugängliche Bauwerk genauer zu untersuchen.

Das Zurückweichen des Tiber machte nicht nur antike Überreste sichtbar. Es wurde berichtet, dass in den weiter flussaufwärts gelegenen Abschnitten auch Elektrofahrräder, Roller, Kühlschränke und ein Auto zum Vorschein kamen. Die Überreste der Nero-Brücke waren bereits im Jahr 2022 während einer ähnlichen Dürreperiode an die Wasseroberfläche getreten.