Ehemaliger Mossad-Direktor David Barnea übernimmt Führung beim US-Verteidigungstechnologieunternehmen Ondas
Der ehemalige Mossad-Direktor David Barnea wird sich bei Ondas auf KI-gestützte Verteidigungssysteme und autonome Technologien konzentrieren.
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David Barnea, der ehemalige Direktor des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad, wurde zum Vorstandsvorsitzenden des in den USA ansässigen Verteidigungstechnologieunternehmens Ondas ernannt. Laut einer Unternehmensmitteilung wird Barnea zudem die globale Präsidentschaft von Ondas übernehmen.
Im Rahmen seiner neuen Tätigkeit soll sich Barnea insbesondere auf den wachsenden Bereich der Verteidigungstechnologien in den Märkten des Nahen Ostens, Europas und Asiens konzentrieren. In der Erklärung des Unternehmens wurden Systeme zur Abwehr unbemannter Luftfahrzeuge, autonome Verteidigungslösungen, Aufklärungs-, Überwachungs- und Erkundungstechnologien, sichere Kommunikationsinfrastrukturen, Präzisionsschlagfähigkeiten sowie bodengestützte Robotersysteme als zentrale Arbeitsschwerpunkte genannt.
In einer Stellungnahme zu seiner Ernennung erklärte Barnea, er wolle zur Entwicklung von KI-gestützten Verteidigungssystemen der nächsten Generation beitragen. Er betonte, dass die Konflikte im Nahen Osten und in der Ukraine die Natur der Kriegsführung rasch veränderten. Operative Überlegenheit hänge heute davon ab, Aufklärung, künstliche Intelligenz, robuste Kommunikationssysteme, autonome Plattformen und präzise militärische Fähigkeiten in einer einzigen Struktur zu vereinen, so Barnea.
David Barnea war von 2021 bis 2026 als Direktor des Mossad tätig. Nach dem Ende seiner Amtszeit am 2. Juni wurde Generalmajor Roman Goffman, der Militärsekretär des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu, zu seinem Nachfolger ernannt.
Vor seiner Geheimdienstkarriere diente Barnea in der Sayeret Matkal, einer Eliteeinheit der israelischen Armee. Der Wechsel des ehemaligen Mossad-Chefs in den Privatsektor fällt in eine Zeit, in der der Wettbewerb um künstliche Intelligenz und autonome Systeme in der Verteidigungsindustrie zunimmt.