Entwicklung im Halkbank-Prozess in den USA: Ursprünglich für den 27. Januar geplant – Trump hatte gesagt, es sei „erledigt“

Die für den 27. Januar in den USA geplante „Statuskonferenz“, bei der der aktuelle Stand des Halkbank-Verfahrens und die nächsten Schritte erörtert werden sollten, wurde verschoben. Ein neuer Termin für die Sitzung wird noch erwartet.

12punto

Der Antrag der Halkbank, die beschuldigt wird, US-Sanktionen gegen den Iran umgangen zu haben, im Rahmen der „souveränen Immunität“ von einer Strafverfolgung in den USA ausgenommen zu werden, war vom Obersten Gerichtshof der USA abgelehnt worden. Die für den 27. Januar in New York geplante Anhörung zum Halkbank-Verfahren wurde verschoben.

US-Staatsanwälte werfen der Halkbank vor, rund 20 Milliarden Dollar an beschränkten Geldern über Finanzdienstleister und Scheinfirmen im Iran, in der Türkei und in den Vereinigten Arabischen Emiraten heimlich transferiert zu haben.

In den Anklagen gegen die Halkbank wird zudem behauptet, dass Öleinnahmen in Gold und Bargeld umgewandelt wurden und gefälschte Lebensmittellieferdokumente erstellt wurden, um diese Transaktionen als legitim erscheinen zu lassen. Die Halkbank weist alle Vorwürfe zurück.

ERDOĞAN NANNTE ES „RECHTSWIDRIG“

Das 2019 während der Amtszeit von US-Präsident Donald Trump eröffnete Verfahren hatte zu diplomatischen Spannungen in den Beziehungen zwischen den USA und der Türkei geführt. Der AKP-Vorsitzende und Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte das Verfahren als „rechtswidrigen und hässlichen Schritt“ bezeichnet.

HALKBANKS ANTRAG AUF „IMMUNITÄT“ WAR ABGELEHNT WORDEN

Die Halkbank hatte Berufung gegen das Verfahren eingelegt und argumentiert, dass sie aufgrund der „souveränen Immunität“ von einer Strafverfolgung in den USA ausgenommen werden müsse.

Das 2. Berufungsgericht in den USA hatte den Antrag der Halkbank auf „Immunität nach Gewohnheitsrecht“ im Oktober 2024 abgelehnt und entschieden, dass sie sich in einem Strafverfahren verantworten könne. Daraufhin hatte die Bank beim Obersten Gerichtshof der USA Revision eingelegt.

Der Oberste Gerichtshof der USA hatte in seiner Entscheidung vom 6. Oktober 2025 die Annahme des Revisionsantrags der Halkbank verweigert.

TRUMP: DAS HALKBANK-PROBLEM IST FÜR UNS ERLEDIGT

Der AKP-Vorsitzende und Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte auf dem Rückflug aus Aserbaidschan auf Fragen von Journalisten geantwortet und berichtet, dass Trump ihm sowohl am 25. September im Weißen Haus als auch in Telefongesprächen gesagt habe: „Das Halkbank-Problem ist für uns erledigt.“

Erdoğan äußerte sich dazu wie folgt: „Dies ist eine wichtige politische Willenserklärung und für uns von Wert. Andererseits wissen wir, dass es noch einige Prozesse gibt, die abgeschlossen werden müssen. Unser Wunsch ist es, dass diese Prozesse so schnell wie möglich positiv abgeschlossen werden.“

STATUSKONFERENZ VERSCHOBEN

Die „Statuskonferenz“, bei der der aktuelle Stand des Halkbank-Verfahrens und die nächsten Schritte erörtert werden sollten, hätte am 27. Januar stattfinden sollen. Die jüngste Entwicklung führte jedoch zur Entscheidung, die Anhörung zu verschieben. Bei der Sitzung wurde eine Entscheidung über den Stand des Verfahrens und den Zeitplan der Verhandlungen erwartet.