Epstein-Skandal führt zu Rücktritt in Großbritannien
Der ehemalige Labour-Funktionär Peter Mandelson hat aufgrund seiner Verbindungen zu Jeffrey Epstein einen großen politischen Skandal ausgelöst. Premierminister Keir Starmer entschuldigte sich nach dem Skandal, doch innerhalb seiner Partei und in der Öffentlichkeit regt sich massiver Widerstand.
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Der Skandal, der in der britischen Labour Party ausgebrochen ist, dreht sich um die Verbindungen des ehemaligen Wirtschafts- und Handelsministers Peter Mandelson zu dem wegen Sexualverbrechen verurteilten Jeffrey Epstein sowie um die daraus resultierenden Vorwürfe. Mandelson trat am 4. Februar aus der Labour Party und drei Tage später aus dem House of Lords zurück. Im Zentrum des Skandals stehen unter anderem veröffentlichte Dokumente über E-Mail-Korrespondenzen, die Mandelson in der Vergangenheit mit Epstein geführt hatte.
MANDELSON UND DIE E-MAIL-KORRESPONDENZEN
Das US-Justizministerium hat E-Mail-Korrespondenzen zwischen Jeffrey Epstein und Peter Mandelson aus dem Jahr 2008 ans Licht gebracht. Aus diesen geht hervor, dass Mandelson dem damaligen Finanzminister Alistair Darling Vorschläge von Epstein bezüglich Steuerregelungen für Banker übermittelte. Darüber hinaus erregte Mandelson Aufmerksamkeit, indem er vorab Informationen mit Epstein über Beiträge zur Rettung des Euro durch die EU austauschte. Mandelson hat diese strafrechtlich relevanten Handlungen weder bestätigt noch dementiert.
DURCHSUCHUNG DURCH DIE LONDONER POLIZEI
Am 6. Februar führte die Londoner Polizei Durchsuchungen in Immobilien durch, die mit Peter Mandelson in Verbindung stehen. Die Durchsuchung war Teil einer Untersuchung wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch. Die Polizei nahm Mandelson nicht fest, erklärte jedoch, dass die Ermittlungen andauern. Mandelson bestritt, ein Verbrechen begangen zu haben, und erklärte, er kooperiere mit der Polizei. In einer Stellungnahme gegenüber der BBC betonte er, keine Straftaten begangen zu haben und keine finanziellen Interessen verfolgt zu haben.
GROSSE DEBATTEN IN DER LABOUR PARTY
Abgeordnete der Labour Party reagierten empört auf Mandelsons Handlungen im Amt sowie auf die Entscheidung von Premierminister Keir Starmer, ihn zum britischen Botschafter in den USA zu ernennen. Die Abgeordnete für Liverpool, Kim Johnson, bezeichnete Starmers Entscheidung, Mandelson zu ernennen, als „schrecklichen Fehler“ und betonte, der Premierminister müsse zurücktreten. Ein weiterer Abgeordneter, Brian Leishman, erklärte, Starmers Entscheidung sei eine „unglaubliche Fehleinschätzung“ und könne nicht einfach mit einer Entschuldigung abgetan werden.
STELLUNGNAHME VON PREMIERMINISTER STARMER
Premierminister Keir Starmer entschuldigte sich bei den Opfern Epsteins und räumte ein, dass das Vertrauen, das er in Mandelson gesetzt hatte, ein Fehler war. Starmer sagte, sein Handeln als Führungspersönlichkeit in diesem Prozess sei ein großer Fehler gewesen und er verstehe die berechtigte Empörung der Öffentlichkeit. Starmer erklärte, er hinterfrage sein Vertrauen in Mandelson, betonte jedoch, dass diese Beziehungen der Labour Party nach den Ereignissen geschadet hätten.
Peter Mandelson verließ nach der Veröffentlichung seiner Verbindungen zu Epstein die Labour Party und das House of Lords. Mitglieder der Labour Party äußerten ihre Wut und Enttäuschung über Mandelsons Handeln. Die von der Londoner Polizei geführten Ermittlungen untersuchen weiterhin, ob Mandelson sein öffentliches Amt missbraucht hat.