Er hatte den Tod eines Polizisten bei Protesten im Iran verursacht: Revolutionsgericht hat sein Urteil gefällt
Der 24-jährige Mohammad Ghobadlou, der während der Mahsa-Amini-Proteste im Iran wegen 'Polizistenmordes' angeklagt war, wurde hingerichtet.
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Im Iran ist der Prozess gegen den Aktivisten beendet, dem vorgeworfen wurde, während der im Jahr 2022 ausgebrochenen Proteste den Tod eines Sicherheitsbeamten verursacht und fünf weitere Personen verletzt zu haben. Der 23-jährige Mohammad Ghobadlou war der Angeklagte in diesem Verfahren.
WEGEN 'MORDES' ANGEKLAGT
Berichten der staatlichen Medien zufolge wurde Mohammad Ghobadlou wegen 'Mordes' angeklagt, weil er während einer Demonstration in der Stadt Parand bei Teheran einen Polizisten mit seinem Auto getötet und fünf weitere Polizisten verletzt haben soll.
Die Nachrichtenagentur Mizan, das Sprachrohr der religiösen Justiz des Landes, teilte in ihrem Bericht mit: 'Das Todesurteil gegen Mohammad Ghobadlou wegen vorsätzlicher Tötung von Farid Karampour Hasanvand wurde heute Morgen nach einem 487-tägigen Gerichtsverfahren vollstreckt.'
In dem Bericht hieß es weiter: 'Nachdem das Urteil vom Obersten Gerichtshof bestätigt wurde, wurde die Todesstrafe gegen den Angeklagten Mohammad Ghobadlou heute in den frühen Morgenstunden vollzogen.'
DER PROZESS
Nachdem die 22-jährige Iranerin Mahsa Amini von der Sittenpolizei festgenommen worden war, weil ihr Kopftuch nicht den islamischen Regeln entsprach, und sie daraufhin verstarb, brachen im ganzen Land monatelange regierungskritische Proteste aus.
Ghobadlou war neben dem Todesurteil wegen Mordes auch wegen 'Stiftung von Unheil auf Erden' zum Tode verurteilt worden.
Amnesty International berichtete jedoch, dass Ghobadlou das Recht auf ein faires Verfahren verwehrt wurde und seine bipolare Störung vom iranischen Justizsystem nicht berücksichtigt wurde.
In einer Erklärung beschuldigte Amnesty International die Führung in Teheran mit den Worten: 'Ghobadlou erhielt zwei Todesurteile nach einem zutiefst ungerechten und fingierten Prozess, der von unter Folter erpressten Geständnissen und dem Fehlen einer gründlichen psychologischen Begutachtung trotz seiner geistigen Behinderung überschattet war.'