Er hatte versucht, es zu verbieten: Jetzt eröffnet er einen TikTok-Account!

Der ehemalige US-Präsident und republikanische Kandidat für die Präsidentschaftswahl 2024, Donald Trump, ist der Social-Media-Plattform TikTok beigetreten – jener Plattform, die er während seiner Amtszeit aus Gründen der nationalen Sicherheit zu verbieten versucht hatte.

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Trump veröffentlichte gestern Abend seinen ersten Beitrag auf seinem verifizierten Account in Form eines kurzen Videos.

In dem Video sagt Trump: „Es ist eine Ehre, hier zu sein.“ Die Zahl der Follower seines Accounts überstieg kurz nach der Eröffnung bereits die Millionengrenze.

Es wird davon ausgegangen, dass Trumps Beitritt vor allem dazu dient, junge Wähler bei der Präsidentschaftswahl im November zu erreichen. Gleichzeitig wird seine Teilnahme als Gewinn für die Social-Media-Plattform gewertet, deren Verbot im US-Kongress aufgrund ihrer chinesischen Eigentümerstruktur diskutiert wird.

TikTok hat in den USA 170 Millionen Nutzer.

Während seiner Präsidentschaft wollte Trump TikTok aus Gründen der nationalen Sicherheit schließen lassen, scheiterte jedoch am Widerstand eines Bundesgerichts. In diesem Jahr äußerte sich Trump zudem gegen den Gesetzentwurf, der vom Kongress verabschiedet wurde und den Weg für ein TikTok-Verbot ebnet, mit der Begründung, dies würde junge Amerikaner verärgern.

DEBATTEN ÜBER EIN TIKTOK-VERBOT IM US-KONGRESS

Das US-Repräsentantenhaus verabschiedete am 13. März 2024 den Gesetzentwurf „Gesetz zum Schutz der Amerikaner vor von ausländischen Gegnern kontrollierten Anwendungen“, der den Weg für ein Verbot von TikTok im Land ebnet, da die Plattform angeblich ein „Risiko für die nationale Sicherheit“ darstelle, und leitete ihn an den Senat weiter.

Die Befürworter des Gesetzentwurfs, der sowohl von Republikanern als auch von Demokraten unterstützt wurde, argumentieren, dass die in Peking ansässige Firma ByteDance über TikTok Informationen über amerikanische Bürger sammle und diese an die chinesische Regierung weiterleite.

Das Management von TikTok hingegen behauptet, dass diese Vorwürfe nicht der Wahrheit entsprächen und die Plattform in den USA wie jedes andere soziale Netzwerk vollständig nach amerikanischem Recht operiere.

Nachdem der Gesetzentwurf das Repräsentantenhaus mit großer Mehrheit passiert hat, richten sich nun alle Augen auf den Senat, an den die Vorlage übermittelt wurde.

US-Präsident Joe Biden hatte erklärt, dass er das Gesetz unterzeichnen werde, sollte es ihm zur Unterschrift vorgelegt werden, da er Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit habe.