Erdbeben der Stärke 6,3 erschüttert Afghanistan: 2.000 Tote

Die Zahl der Todesopfer bei den Erdbeben, die sich gestern in der afghanischen Provinz Herat ereigneten, ist auf 2.053 gestiegen.

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Der Sprecher des Ministeriums für Katastrophenschutz der Taliban, die vor einiger Zeit die Kontrolle über Afghanistan übernommen haben, Molla Canan Saik, gab eine Presseerklärung zu den Erdbeben im Land ab.

In der von Saik abgegebenen Erklärung wurde bekannt gegeben, dass sich in Herat ein Erdbeben der Stärke 6,3 ereignet habe. Minister Saik teilte mit, dass aufgrund der gestrigen Erdbeben ''2.053 Menschen ihr Leben verloren haben und 9.240 Menschen verletzt wurden''.

Der Sprecher des Ministeriums für Kultur und Information der Taliban, Abdul Wahid Rayan, erklärte zudem, dass etwa 6 Dörfer durch die Erdbeben dem Erdboden gleichgemacht wurden, über 2.000 Menschen ums Leben kamen und sich Hunderte Menschen unter den Trümmern befinden.

AUFRUF ZUR SOFORTHILFE

Der Gouverneur von Herat, Nur Ahmed Islamcar, hatte die internationale Gemeinschaft zu Soforthilfe für die Erdbebenopfer aufgerufen und mitgeteilt, dass dringend Medikamente und Lebensmittel benötigt werden.

Nach Angaben des United States Geological Survey (USGS) ereigneten sich gestern im Westen Afghanistans, in der an den Iran grenzenden Provinz Herat, ab 11.00 Uhr Ortszeit nacheinander zahlreiche Erdbeben der Stärken 6,3, 5,5, 4,7, 6,3, 5,9, 4,6 und 4,8 sowie anschließend ein Beben der Stärke 4,9.

Bei einem Erdbeben der Stärke 5,9, das sich im Juni 2022 in der Provinz Paktika ereignete, waren ebenfalls etwa 1.200 Menschen ums Leben gekommen.