Erdbeben in der chinesischen Provinz Gansu fordert 111 Todesopfer
Bei einem Erdbeben der Stärke 6,2 in der nordwestchinesischen Provinz Gansu sind nach ersten Erkenntnissen 111 Menschen ums Leben gekommen.
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Wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, ereignete sich das Beben der Stärke 6,2 eine Minute vor Mitternacht mit dem Epizentrum im Autonomen Kreis Jishishan der Bao'an, Dongxiang und Salar.
Nach ersten offiziellen Angaben kamen bei dem Erdbeben in der Provinz Gansu 100 Menschen und in der benachbarten Provinz Qinghai 11 Menschen ums Leben.
Bei dem Beben, das sich in einer Region nahe der Grenze der beiden Provinzen ereignete, wurden in Gansu 96 und in Qinghai 124 Menschen verletzt. Zudem wurden in umliegenden Siedlungen Wasser- und Stromleitungen, die Verkehrsinfrastruktur sowie Kommunikationsnetze beschädigt.
Für die Rettungsarbeiten wurden 580 Einsatzkräfte der örtlichen Feuerwehr und Katastrophenschutzeinheiten in die Region entsandt.
Chinas Staatspräsident Xi Jinping rief dazu auf, die Such- und Rettungsarbeiten unverzüglich durchzuführen, und wies an, die notwendigen Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit von Leben und Eigentum der von dem Erdbeben betroffenen Bürger zu ergreifen.
Augenzeugen berichten, dass nach dem Beben zahlreiche Häuser, Straßen und Infrastruktureinrichtungen in der Region beschädigt wurden und es in vielen Dörfern des Kreises zu Strom- und Wasserausfällen gekommen ist.
Lokale Wetterdienste prognostizieren, dass die Lufttemperatur in der Region heute auf bis zu minus 10 Grad sinken wird.
DIE ERDBEBENREGION
Die Region, die auf einer ausgedehnten Verwerfungslinie entlang des Himalaya-Gebirges liegt, ist eines der Gebiete in China, in denen häufig schwere Erdbeben auftreten.
Bei einem Erdbeben der Stärke 6,8, das sich im September 2022 in der südlich gelegenen Provinz Sichuan ereignete, kamen nach offiziellen Angaben mindestens 93 Menschen ums Leben.
Ein Erdbeben der Stärke 7,9 im Jahr 2008 in der Provinz Sichuan hatte zu massiven Zerstörungen geführt, bei denen fast 90.000 Menschen starben.