Erklärung zur Türkei von EU-Chefdiplomat Borrell

Der Hohe Vertreter der Europäischen Union (EU) für Außen- und Sicherheitspolitik, Josep Borrell, erklärte, dass die geopolitische Bedeutung der Türkei unter den gegenwärtigen Bedingungen weiter zugenommen habe. „Die Türkei ist ein sehr wichtiges Land. Sie ist sehr wichtig, weil der geopolitische Kontext die schwierigste und herausforderndste Phase seit langem durchlebt“, sagte er.

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Borrell äußerte sich auf einer Pressekonferenz, bei der das Erweiterungspaket 2024 vorgestellt wurde. Darin enthalten sind die jüngsten Bewertungen der EU-Kommission zu den Beitrittskandidaten Türkei, Serbien, Albanien, Montenegro, Nordmazedonien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, der Ukraine und Moldau, die gemeinsam mit dem für Nachbarschaft und Erweiterung zuständigen EU-Kommissar Oliver Varhelyi präsentiert wurden.

„WIR HABEN UNS WIEDER ENGAGIERT“

Borrell erklärte, er habe „hart daran gearbeitet, die Negativspirale“ in den Beziehungen zwischen der Türkei und der EU umzukehren. „Zu Beginn befanden wir uns in einer viel schwierigeren Lage als heute. Wir haben uns wieder in Bereichen von gemeinsamem Interesse engagiert“, sagte er.

„DIE TÜRKEI IST SEHR WICHTIG“

Borrell betonte die Bedeutung der Türkei für die Union und stellte fest: „Die Türkei ist ein Beitrittskandidat, dessen geopolitische Bedeutung unter den gegenwärtigen Bedingungen noch weiter zugenommen hat. Die Türkei ist sehr wichtig. Sie ist sehr wichtig, weil der geopolitische Kontext die schwierigste und herausforderndste Phase seit langem durchlebt.“

In Beantwortung einer Frage zur Türkei teilte Borrell mit, dass trotz Fortschritten in einigen Bereichen die Bemühungen in den Bereichen Handel, Bekämpfung der Geldwäsche, Forschung und Innovation sowie Wirtschafts- und Geldpolitik gewürdigt würden.

KONKRETE SCHRITTE UNTERNOMMEN

„Aus diesem Grund werden wir unsere Kontakte mit den Führungskräften in der Türkei fortsetzen“, sagte Borrell. Er erläuterte, dass die EU im April 2024 ihren Wunsch bekundet habe, eine strategische, politische und wirtschaftliche Beziehung zur Türkei aufzubauen, die auf Zusammenarbeit und gegenseitigem Nutzen beruhe. Seitdem seien konkrete Schritte unternommen worden, um die Beziehungen zur Türkei wiederzubeleben und einen konstruktiven Austausch zu Bereichen von gemeinsamem Interesse zu führen.

Borrell fügte hinzu: „Trotz der geringen Übereinstimmung mit unserer Außenpolitik gibt es genügend Gründe, unsere Beziehung zur Türkei aufrechtzuerhalten.“ Im „Türkei-Bericht“, der Teil des Erweiterungspakets 2024 ist, wurde betont, dass die Entwicklung einer auf Zusammenarbeit und gegenseitigem Nutzen basierenden Beziehung im strategischen Interesse der EU liege. Zudem wurde hervorgehoben, dass die Türkei ein aktiver und wichtiger Akteur im Bereich der Außenpolitik sei und über strategische Autonomie verfüge.