Erste außerirdische Nation gegründet: Sie hat sogar eine Hymne, Flaggen und politische Parteien! Hier ist die Gründungsgeschichte
Asgardia ist auf dem Weg, eine unabhängige Nation im Weltraum zu werden. Das auf den Prinzipien von Wissenschaft, Frieden und Gleichheit gegründete Land zielt darauf ab, eine neue Zukunft für die Menschheit im All aufzubauen.
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Asgardia ist auf dem Weg, eine unabhängige Nation im Weltraum zu werden. Das auf den Prinzipien von Wissenschaft, Frieden und Gleichheit gegründete Land zielt darauf ab, eine neue Zukunft für die Menschheit im All aufzubauen.
Asgardia wurde 2016 von dem russischen Geschäftsmann Igor Aschurbeyli gegründet und entstand mit dem Ziel, zu verhindern, dass Konflikte von der Erde in den Weltraum getragen werden.
Aschurbeyli beschreibt Asgardia als eine Gesellschaft, in der Wissen, Intelligenz und Wissenschaft im Vordergrund stehen. Diese Weltraumnation wurde durch die Beiträge einer internationalen Gruppe von Wissenschaftlern, Ingenieuren und Juristen ins Leben gerufen.
Zu den wissenschaftlichen Zielen von Asgardia gehört die erste Geburt eines Menschen im Weltraum. Der Name des Landes wurde in Anlehnung an Asgard aus der nordischen Mythologie gewählt. Mit dem Start eines Satelliten im Jahr 2017, der zum Schutz vor Weltraummüll dienen soll, hat Asgardia einen bedeutenden Schritt in diesem Bereich vollzogen.
SYMBOLE UND STRUKTUR VON ASGARDIA
Asgardia verfügt über eine eigene Flagge, ein Wappen und eine Hymne. Die Flagge zeigt vor einem blauen Himmelshintergrund einen gelben Kreis, der die Sonne repräsentiert, sowie neun gelbe Umlaufbahnen. Das Wappen besteht aus einem goldenen Ring und 12 Blütenblättern.
Die Währung des Landes wird als Solar bezeichnet.
Mit einer Bevölkerung von 1.120.346 Menschen hat Asgardia die Einwohnerzahl vieler kleiner Länder bereits übertroffen. Staatsbürgerschaftsanträge werden kostenlos entgegengenommen, und das Land strebt eine Anerkennung durch die Vereinten Nationen an.
WISSENSCHAFTLICHE PROJEKTE UND ZUKUNFTSPLÄNE
Asgardia ist auch Gastgeber wissenschaftlicher Projekte wie dem SIRIUS-21-Projekt. Dieses Projekt wurde durchgeführt, um biomedizinische und psychologische Probleme zu untersuchen, die bei Langzeit-Weltraummissionen auftreten können. An dem Projekt nahm auch die Ärztin und Asgardia-Bürgerin Victoria Kirichenko teil.
Asgardia besitzt einen eigenen Kalender. Dieser Kalender besteht aus 13 Monaten zu je 28 Tagen. Der 31. Dezember wird als Nationalfeiertag begangen.
Das Ziel, ein eigenes Territorium im Weltraum zu besitzen, hat Asgardia mit dem Start des Satelliten Asgardia-1 verwirklicht. Nun wartet das Land auf die Anerkennung durch die Vereinten Nationen und das Internationale Olympische Komitee.