Erstmals Hungersnot im Gazastreifen ausgerufen
Die humanitäre Krise im Gazastreifen wurde von der UNO und globalen Hilfsorganisationen erstmals offiziell als Hungersnot eingestuft. 500.000 Menschen, darunter Frauen und Kinder, kämpfen gegen den Hunger.
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Nach Daten der Integrierten Klassifikation der Ernährungssicherheitsphasen (IPC), die in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen (UN) und anderen Hilfsorganisationen erstellt wurden, wurde im Gazastreifen ein historischer Schritt vollzogen und erstmals eine Hungersnot ausgerufen. Diese Erklärung markiert ein Novum im Nahen Osten.
500.000 MENSCHEN AM RANDE DER KATASTROPHE
Von der UNO unterstützte Experten berichteten, dass 500.000 Menschen im Gazastreifen mit einer Hungersnot auf „katastrophalem“ Niveau konfrontiert sind. Die Daten der Integrierten Klassifikation der Ernährungssicherheitsphasen (IPC) zeigen, dass ein Viertel der Bevölkerung in einigen Gebieten des Gazastreifens mit schwerem Hunger zu kämpfen hat.
WARNUNG VON UN-GENERALSEKRETÄR GUTERRES
UN-Generalsekretär Antonio Guterres erklärte, dass die Hungersnot im Gazastreifen eine von Menschen verursachte Katastrophe sei, und betonte: „Wir dürfen nicht zulassen, dass dieser Zustand straflos fortbesteht.“ Guterres unterstrich, dass die internationale Gemeinschaft entschlossener handeln müsse.
ISRAELS BLOCKADEN VERSCHÄRFEN DIE KRISE
Der UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher erklärte, dass die Hungersnot im Gazastreifen vermeidbar gewesen wäre, Israel jedoch die Hilfslieferungen „systematisch behindere“. Fletcher forderte die israelische Regierung auf, die Einfuhr von Hilfsgütern in großem Umfang in den Gazastreifen zu gestatten.
Fletcher äußerte sich wie folgt: „Hätten die Hilfsgüter freigegeben werden können, wäre diese Hungersnot vermeidbar gewesen. Doch aufgrund der Blockaden durch Israel stauen sich die Lebensmittel in den Lagern, und die Krise verschärft sich weiter.“