EU bereitet sich darauf vor, die iranischen Revolutionsgarden auf die Terrorliste zu setzen

Vor dem Treffen der EU-Außenminister wurde ein Signal für einen politischen Konsens zur Aufnahme der Revolutionsgarden in die Liste der Terrororganisationen gegeben. Aus Italien hieß es, dass bei diesem Prozess erhebliche Fortschritte erzielt wurden.

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Der italienische Vizepremierminister und Außenminister Antonio Tajani erklärte vor dem EU-Außenministergipfel in Brüssel, dass man sich bei den Gesprächen über die Aufnahme der iranischen Revolutionsgarden in die Liste der Terrororganisationen der Europäischen Union auf einem positiven Weg befinde.

Auf eine Frage zur Iran-Agenda antwortete Tajani: "Wir bewegen uns auf eine politische Einigung zu, um die Revolutionsgarden in die Liste der Terrororganisationen aufzunehmen. Heute wird eine politische Entscheidung getroffen, und in den kommenden Wochen wird dann eine konkrete Entscheidung folgen. Ich denke jedoch, dass es nach den Ereignissen der letzten Wochen eine große Annäherung zwischen allen Ländern gibt. Das ist inakzeptabel."

Tajani betonte, dass die Revolutionsgarden für die Angriffe auf iranische Zivilisten zur Verantwortung gezogen werden müssten, und plädierte für die Umsetzung neuer Sanktionen. Er unterstrich, dass sie die Aufnahme der Revolutionsgarden in die Liste der Terrororganisationen unterstützten.

Zu den Behauptungen, dass die US-Sicherheitsteams während der Olympischen Winterspiele, die nächste Woche in Mailand-Cortina beginnen, nicht vor Ort, sondern nur beratend tätig sein würden und dass die iranischen Athleten von den Revolutionsgarden begleitet werden könnten, sagte Tajani: "Ich habe keine Informationen über die Anwesenheit der Revolutionsgarden in der iranischen Delegation bei den Olympischen Spielen in Mailand-Cortina."

Bezüglich des Antrags auf EU-Hilfe für die Regionen Kalabrien, Sizilien und Sardinien, um die Schäden durch den Wirbelsturm "Harry" auszugleichen, der letzte Woche in einigen Teilen Italiens wütete, teilte er mit, dass die Unterstützung durch den Europäischen Solidaritätsfonds auf der Tagesordnung stehe.

Tajani betonte zudem, dass Italien den Botschafter in Bern zu Konsultationen nach Rom gerufen habe, nachdem der Eigentümer des Skigebiets Crans-Montana in der Schweiz, Jacques Moretti, nach dem Brand in der Silvesternacht, bei dem 40 Menschen ums Leben kamen, freigelassen wurde. Er betonte jedoch, dass es keine diplomatischen Spannungen mit der Schweiz gebe und der Vorfall vor der Justiz in allen Aspekten untersucht werden müsse.