EU-Mitgliedstaaten einigen sich auf neues Asyl- und Migrationsabkommen
Die Europäische Union hat sich auf den neuen Pakt zu Migration und Asyl geeinigt, der voraussichtlich im kommenden Jahr in Kraft treten wird.
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Die EU hat sich auf den neuen Pakt zu Migration und Asyl geeinigt, der neue Regelungen für Asylsuchende und Migranten enthält. Das Abkommen, das im nächsten Jahr in Kraft treten soll, umfasst die Einrichtung eines neuen Mechanismus zur Verteilung von Asylanträgen zwischen den EU-Ländern, eine effizientere und flexiblere Gestaltung von Asyl-, Rückkehr- und Grenzverfahren, die Erhebung präziserer Daten zur Erkennung unerlaubter Bewegungen, die Festlegung von Regeln zur Identifizierung von Nicht-EU-Bürgern sowie die Erhöhung der Sicherheit im Schengen-Raum.
In einer Erklärung der Europäischen Kommission wurde das Abkommen als bedeutender Schritt hin zu einem gemeinsamen System für das Migrationsmanagement in der EU bezeichnet. Es hieß: „Die heute erzielte Einigung spiegelt die Entschlossenheit der EU wider, Migration fair und geordnet zu verwalten, indem sie den Übergang von Ad-hoc-Lösungen zu langfristigen und nachhaltigen Lösungen ermöglicht.“
Nach dem neuen System müssen Länder, die nicht an den EU-Außengrenzen liegen, wählen, ob sie ihren Anteil an den 30.000 Asylanträgen aufnehmen oder pro Person mindestens 20.000 Euro in einen EU-Fonds einzahlen. Durch ein Screening-System soll zwischen Personen, die internationalen Schutz benötigen, und solchen, die dies nicht tun, unterschieden werden; Personen, die als Sicherheitsrisiko eingestuft werden, können an der Grenze in Gewahrsam genommen werden.
Italien bezeichnet das Abkommen als großen Erfolg
Der italienische Innenminister Matteo Piantedosi bezeichnete das Abkommen in einer Erklärung als „großen Erfolg“ für Europa und Italien. Er betonte, dies bedeute, dass sich die EU-Länder, die am stärksten von Migration betroffen sind, nicht mehr allein gelassen fühlen würden.
„Das Abkommen wird dazu führen, dass faktisch mehr Menschen an den EU-Grenzen inhaftiert werden“
In einer Stellungnahme von Amnesty International wurde erklärt, dass das Abkommen das EU-Asylrecht um Jahrzehnte zurückwerfen werde. Es sei darauf ausgelegt, den Zugang von Menschen zu sicheren Gebieten zu erschweren. In der Erklärung hieß es: „Das Abkommen wird fast sicher dazu führen, dass mehr Menschen, einschließlich Familien mit Kindern und schutzbedürftigen Personen, faktisch an den EU-Grenzen inhaftiert werden.“