EU ordnet Rückruf von Lebensmitteln aus der Türkei an: Krebserregende Stoffe in 'diesem' Produkt entdeckt

Das Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel (RASFF) der Europäischen Kommission hat den Rückruf verschiedener Produkte angeordnet, die aus der Türkei exportiert wurden. Grund dafür sind hohe Konzentrationen an Pestiziden, Ochratoxin A, Pyrrolizidinalkaloiden sowie der Nachweis des Appetitzüglers Sibutramin und des Wirkstoffs Sildenafil.

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Nachdem das RASFF bereits den Rückruf von Weinblättern aus der Türkei veranlasst hatte, wurde nun eine Warnung für getrockneten Thymian, getrocknete Feigen und ein Nahrungsergänzungsmittel herausgegeben. Wie das RASFF mitteilte, wurden in den Weinblättern Pestizide nachgewiesen, während in den anderen Produkten 'giftige' Substanzen gefunden wurden.

Nach Angaben der Behörde wurden in getrocknetem Thymian, der nach Luxemburg exportiert wurde, hohe Mengen an Pyrrolizidinalkaloiden festgestellt, die von Pflanzen auf natürliche Weise produziert werden. Aufgrund der Überschreitung der von der EU festgelegten Grenzwerte wurde der Rückruf der Produkte angeordnet.

'OCHRATOXIN A' IN FEIGEN GEFUNDEN

Das RASFF gab zudem bekannt, dass in Feigen, die aus der Türkei in die Niederlande exportiert wurden, das 'hochgiftige' und krebserregende Ochratoxin A nachgewiesen wurde, und ordnete den sofortigen Rückruf der Produkte vom Markt an. Laut der Mitteilung wurde derselbe Stoff auch in anderen Feigenlieferungen in die Niederlande gefunden. Die Behörde kündigte an, dass zwei separate Feigenimporte storniert werden, und stufte das Risiko der betroffenen Produkte als 'ernst' ein.

In Nahrungsergänzungsmitteln einer nicht genannten Marke, die in die Niederlande exportiert wurden, wurden zudem Sibutramin und Sildenafil entdeckt. Nachdem in dem Nahrungsergänzungsmittel der Appetitzügler Sibutramin sowie das Potenzmittel Sildenafil nachgewiesen wurden, ordnete das RASFF auch für dieses Produkt einen Rückruf an.

In einer früheren Mitteilung des RASFF wurde zudem bekannt gegeben, dass in Weinblättern, die nach Deutschland exportiert wurden, die Pestizide Acetamiprid, Difenoconazol, Dithiocarbamat, Azoxystrobin und Flutriafol nachgewiesen wurden. Das RASFF teilte mit, dass auch diese Weinblätter zurückgerufen werden, um sie in die Türkei zurückzuschicken.