EU unterstützt von Überschwemmungen betroffenes Bosnien und Herzegowina mit 20 Millionen Euro

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, hat für die Regionen in Bosnien und Herzegowina, die von der Flutkatastrophe am 4. Oktober 2024 betroffen sind, eine Unterstützung in Höhe von 20 Millionen Euro angekündigt.

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Im Rahmen ihrer Westbalkan-Reise besuchte von der Leyen die bosnische Hauptstadt Sarajevo und hielt eine Pressekonferenz mit der Vorsitzenden des Ministerrates von Bosnien und Herzegowina, Borjana Krišto, ab.

Von der Leyen drückte ihre tiefe Betroffenheit über die Flutkatastrophe aus, die in Bosnien und Herzegowina 27 Menschen das Leben kostete, und erklärte: "Wir haben beschlossen, ohne Verzögerung sofort 20 Millionen Euro an Hilfsgeldern bereitzustellen. Der Wiederaufbauprozess wird zudem durch den EU-Solidaritätsfonds unterstützt."

Von der Leyen betonte, dass Bosnien und Herzegowina es geschafft habe, nach einem schwierigen Prozess den Status eines EU-Beitrittskandidaten zu erlangen, und fügte hinzu: "Unmittelbar danach wurde die Entscheidung getroffen, Beitrittsverhandlungen aufzunehmen. Sie haben noch einen weiten Weg vor sich, aber ich sehe, dass Bosnien und Herzegowina entschlossen ist, den EU-Beitrittsprozess voranzutreiben."

Von der Leyen unterstrich, dass Bosnien und Herzegowina einen harten Weg hinter sich habe, um den Status als EU-Beitrittskandidat zu erreichen. Obwohl sie betonte, dass auf dem Weg zur EU-Mitgliedschaft noch viel zu tun sei, hob sie die Entschlossenheit des Landes in diesem Prozess hervor.

Von der Leyen betonte, dass sie sich in ihrer neuen Amtszeit stärker auf die Erweiterungspolitik der EU konzentrieren werde, und erwähnte, dass sie auch an Investitionsthemen arbeite.

Die Vorsitzende des Ministerrates von Bosnien und Herzegowina, Krišto, bedankte sich für die Hilfe der EU für die Überschwemmungsgebiete und merkte an, dass sich Bosnien und Herzegowina seiner Verantwortung im EU-Beitrittsprozess bewusst sei und entsprechende Schritte unternehmen werde.

Von der Leyen hatte zuvor gemeinsam mit den Mitgliedern des Staatspräsidiums von Bosnien und Herzegowina das Überschwemmungsgebiet inspiziert.

Im Anschluss an ihren Besuch in Albanien, Nordmazedonien und Bosnien und Herzegowina wird die EU-Kommissionspräsidentin auch Serbien, den Kosovo und Montenegro besuchen.