EU: Wir sind zutiefst besorgt über einen möglichen Angriff Israels auf Rafah
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gab nach einem Treffen mit dem ägyptischen Präsidenten Sisi eine Presseerklärung ab. Von der Leyen erklärte, man sei zutiefst besorgt über einen möglichen Angriff Israels auf die Stadt Rafah.
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Die Präsidentin der Europäischen Kommission (EU), Ursula von der Leyen, erklärte, dass man über einen möglichen Angriff Israels auf die Stadt Rafah zutiefst besorgt sei und ein solcher vermieden werden müsse. Sie betonte, dass eine rasche Einigung auf einen Waffenstillstand, der die Lieferung weiterer humanitärer Hilfe ermöglichen würde, von entscheidender Bedeutung sei.
Von der Leyen äußerte sich auf einer Pressekonferenz nach einem Treffen mit dem ägyptischen Präsidenten Abd al-Fattah as-Sisi während einer Reise nach Ägypten, an der auch die Staats- und Regierungschefs aus Italien, Österreich, Belgien und der Republik Zypern teilnahmen.
Mit Blick auf die Lage im Gazastreifen sagte von der Leyen: "Wir alle sind zutiefst besorgt über den Krieg in Gaza und die katastrophale humanitäre Lage, die daraus entstanden ist."
"Gaza steht vor einer Hungersnot. Das können wir nicht akzeptieren", so von der Leyen weiter. "Es ist von entscheidender Bedeutung, rasch eine Einigung über einen Waffenstillstand zu erzielen, der die Geiseln freilässt und die Lieferung von mehr humanitärer Hilfe nach Gaza ermöglicht."
Von der Leyen betonte, sie schätze die persönlichen Bemühungen von as-Sisi, einen solchen Waffenstillstand zu erreichen, und fügte hinzu: "Wir sind zudem zutiefst besorgt über die Risiken, die ein groß angelegter Angriff auf Rafah für die schutzlose Zivilbevölkerung mit sich bringen würde. Dies (ein möglicher Angriff auf Rafah) muss um jeden Preis vermieden werden."
''DIE EU TUT ALLES, WAS SIE KANN''
Von der Leyen dankte auch Ägypten für die "außergewöhnlichen" Bemühungen, die Ankunft humanitärer Hilfsgüter im Gazastreifen sicherzustellen, und erklärte:
"Die EU tut alles, was sie kann, um die dringend benötigte Hilfe bereitzustellen. Wir wissen, dass Gaza heute täglich 500 Lastwagen oder eine gleichwertige Menge an Hilfsgütern auf dem Land-, Luft- und Seeweg benötigt. Die EU wird den Palästinensern allein in diesem Jahr 275 Millionen Euro an Hilfe zukommen lassen. Wir haben über 1800 Tonnen Hilfsgüter, einschließlich medizinischer Ausrüstung, nach Ägypten geliefert und stellen sicher, dass diese Hilfe Gaza über alle möglichen Wege erreicht. Dazu gehört auch unser neu eröffneter Seekorridor von Zypern aus."