Europas neue Reaktion auf Trumps Zoll-Drohungen
Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz betonte angesichts der Warnungen von US-Präsident Donald Trump vor neuen Zöllen, dass Europa über die Verteidigungskapazitäten verfüge, um solchen Schritten entgegenzutreten.
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Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte in seiner Rede vor dem Bundestag, dass Europa gegenüber den Zoll-Drohungen aus den USA eine einheitliche und entschlossene Haltung einnehme. Merz sagte, die Staats- und Regierungschefs hätten beim EU-Gipfel in Brüssel in der vergangenen Woche gezeigt, dass sie kurzfristig zusammenkommen und bei Bedarf nicht zögern würden, Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Merz betonte, dass durch diese Haltung Trumps neue Zollpläne ausgebremst worden seien, und erklärte: "Wer auch immer auf der Welt plant, Politik mit Zöllen gegen Europa zu machen, weiß nun, dass wir die Stärke besitzen, uns dagegen zu verteidigen."
Unter Hinweis auf den langjährigen Wert transatlantischer Bündnisse äußerte Merz, dass "solch wichtige Beziehungen nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden sollten".
Mit einer indirekten Kritik an den Äußerungen des US-Präsidenten zur NATO-Mission in Afghanistan, an der auch deutsche Soldaten beteiligt waren, unterstrich Merz das Konzept der Bündnistreue. Er sagte: "In Afghanistan haben in fast 20 Jahren 59 deutsche Soldaten ihr Leben verloren. Mehr als 100 unserer Soldaten wurden bei Gefechten und Anschlägen verwundet. Wir werden nicht zulassen, dass dieser Einsatz, den wir für die Interessen unseres Verbündeten USA geleistet haben, kleingeredet wird."
Merz erklärte, die Bundesregierung unterstütze stets das Opfer und den Dienst ihrer Soldaten und betonte, dies habe eine symbolische Bedeutung für Freiheit und globalen Frieden. Der Bundeskanzler wies darauf hin, dass Europa in seinen eigenen Verteidigungs- und Sicherheitsstrategien selbstbewusster auftreten müsse, und sagte: "Wir werden die Auswirkungen des zunehmenden Wettbewerbs zwischen den Großmächten in der kommenden Zeit stärker spüren."
Merz betonte, dass die NATO seit über 70 Jahren die grundlegende Garantie für Sicherheit, Frieden und Freiheit beider Kontinente sei, und sagte, die europäischen Staats- und Regierungschefs wollten dieses Bündnis bewahren und sogar von innen heraus stärken.
Abschließend teilte Merz mit, dass Deutschland offen für neue internationale Kooperationen sei, und bewertete dies mit den Worten: "Wir sind bereit, Teil eines dynamischen Netzwerks souveräner Staaten zu sein, die sich an eine regelbasierte Ordnung halten."