Explosion in Myanmar: 55 Tote, über 70 Verletzte

Bei einer Explosion in Myanmar, deren Ursache noch unbekannt ist, kamen mindestens 55 Menschen ums Leben, mehr als 70 weitere wurden verletzt.

İHA

Im südostasiatischen Myanmar ereignete sich am gestrigen Morgen in der Region Namkham im Bundesstaat Shan, nahe der chinesischen Grenze, eine heftige Explosion, deren Ursache bislang ungeklärt ist.

Lokale Rettungskräfte teilten mit, dass bei der Explosion mindestens 55 Menschen ums Leben kamen und über 70 Personen verletzt wurden. Es wurde berichtet, dass nach der Detonation, die schwere Zerstörungen verursachte, noch zahlreiche Menschen unter den Trümmern vermutet werden.

Die Ta'ang National Liberation Army (TNLA), die das Gebiet kontrolliert, gab bekannt, dass sich die Explosion in einem Bereich ereignete, der unter der Kontrolle der wirtschaftlichen Einheit der Gruppe steht. In einer Erklärung der TNLA wurde mitgeteilt, dass eine Untersuchung des Vorfalls eingeleitet wurde.

Während lokale Quellen vermuten, dass die Explosion durch die Detonation von Sprengstoffen verursacht worden sein könnte, die bei Bergbauaktivitäten verwendet werden, erklärten die Behörden, dass die genaue Ursache des Vorfalls noch nicht bestimmt werden konnte.

Nach dem Militärputsch in Myanmar im Jahr 2021 kommt es in vielen Teilen des Landes zu Zusammenstößen zwischen der Armee und ethnischen bewaffneten Gruppen. Der nördliche Teil des Bundesstaates Shan, in dem sich die Explosion ereignete, gehört zu den Gebieten, in denen in den letzten Jahren intensive Kämpfe zwischen der myanmarischen Armee und ethnischen bewaffneten Gruppen stattgefunden haben.