Fanatische Juden stürmen Al-Aqsa-Moschee
Israels rechtsextremer Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, drang zusammen mit 2.250 fanatischen Juden unter Polizeischutz in die Al-Aqsa-Moschee im besetzten Ostjerusalem ein.
İHA
Der rechtsextreme israelische Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, der Minister für die Entwicklung des Negev und Galiläas, Yitzhak Wasserlauf, sowie der Abgeordnete der Likud-Partei, Amit Halevi, drangen gemeinsam mit 2.250 fanatischen Juden in die Al-Aqsa-Moschee im besetzten Ostjerusalem ein.
Der Übergriff fand anlässlich des Jahrestages der Zerstörung des Salomonischen Tempels und des Trauertages "Tischa BeAv" statt. Die fanatische Gruppe führte unter Polizeischutz talmudische Rituale durch, skandierte Parolen und sang Lieder auf dem Gelände. Währenddessen wurde Palästinensern der Zutritt zur Al-Aqsa-Moschee verwehrt.
JÜDISCHES GEBET MUSS ERLAUBT SEIN
Nach dem Vorfall erklärte Ben-Gvir: "Es gibt sehr wichtige Fortschritte bei der Verwaltung und Souveränität dieses Ortes (der Al-Aqsa-Moschee). Unsere Politik ist es, Juden hier das Beten zu gestatten." Ben-Gvir äußerte sich zudem zu den für den 15. August geplanten Waffenstillstandsverhandlungen zwischen Israel und der Hamas: "Wir sollten nicht zu den Verhandlungen gehen, sondern stattdessen die Hamas besiegen und sie in die Knie zwingen", sagte er.
REAKTIONEN AUS DEN NACHBARLÄNDERN
Das jordanische Außenministerium verurteilte den Übergriff fanatischer Juden auf die Al-Aqsa-Moschee und erklärte, diese Aktion sei ein klarer Verstoß gegen das Völkerrecht sowie gegen den historischen und rechtlichen Status Jerusalems. In der Erklärung hieß es: "Israel hat keinerlei Souveränität über das besetzte Jerusalem." Auch das ägyptische Außenministerium verurteilte den Vorfall in einer Erklärung und betonte, dass derartige provokative Handlungen den Status quo in der Region verletzen. Zudem rief das Ministerium die internationale Gemeinschaft dazu auf, eine aktive Rolle bei der Bekämpfung dieser Verstöße zu übernehmen.
STATUS DER AL-AQSA-MOSCHEE
Die Al-Aqsa-Moschee steht gemäß einem Abkommen zwischen Israel und Jordanien unter der Schirmherrschaft der Jerusalemer Islamischen Stiftungsverwaltung (Waqf), die dem jordanischen Ministerium für Stiftungen, islamische Angelegenheiten und heilige Stätten unterstellt ist. Während die Al-Aqsa-Moschee ausschließlich Muslimen als Gebetsstätte dient, ist Angehörigen anderer Religionen der Zutritt lediglich zu "Besuchszwecken" gestattet.