Favela-Operation in Brasilien: 64 Tote
Bei einer Operation gegen eine kriminelle Bande in den als "Favelas" bekannten Armenvierteln Brasiliens kamen insgesamt 64 Menschen ums Leben, darunter vier Polizisten.
İHA
In der brasilianischen Stadt Rio de Janeiro wurde von der Polizei eine Operation in den als Favelas bekannten Armenvierteln durchgeführt.
Lokale Medien berichteten, dass bei dem groß angelegten Einsatz insgesamt 64 Menschen, darunter vier Polizisten, ihr Leben verloren und mindestens 81 Personen festgenommen wurden.
Es wurde vermerkt, dass bei der Operation vier Zivilisten verletzt wurden; zudem wurden 31 automatische Gewehre und eine große Menge an Drogen beschlagnahmt. Die Operation wurde in den armen und dicht besiedelten Favela-Komplexen Alemao und Penha in den Außenbezirken von Rio de Janeiro durchgeführt.
2.500 EINSATZKRÄFTE AN OPERATION BETEILIGT
Der Gouverneur von Rio de Janeiro, Claudio Castro, erklärte, dass die Kriminellen Drohnen einsetzten, um Sprengstoff auf Polizei und Zivilisten abzuwerfen. Gouverneur Castro äußerte sich mit den Worten: "Wir kämpfen gegen Drogen-Terrorismus" und teilte mit, dass 2.500 Sicherheitskräfte und 32 gepanzerte Fahrzeuge an der Operation beteiligt waren.
Die groß angelegte Operation fand nur wenige Tage vor wichtigen Veranstaltungen statt, die Brasilien im Rahmen der UN-Klimakonferenz (COP30) 2025 ausrichtet. Rio de Janeiro wird zudem vor dem Klimagipfel in der kommenden Woche den globalen C40-Bürgermeistergipfel sowie die Verleihung des Earthshot-Preises von Prinz William, der Umweltschützer auszeichnet, beherbergen.
In Rio de Janeiro, wo großflächige Polizeieinsätze vor bedeutenden internationalen Veranstaltungen üblich sind, wurde die heutige Operation als der bisher größte Einsatz gegen eine der größten Drogen- und Waffenschmugglerbanden, das Rote Kommando (Comando Vermelho), bezeichnet. Aufgrund der Zusammenstöße wurden die Aktivitäten von Gesundheits- und Bildungseinrichtungen unterbrochen und Buslinien umgeleitet.