Festnahmen von Oppositionellen in der Wahlnacht in Sambia: Regierung spricht von „Sicherheitsbedrohung“
Nach den Wahlen in Sambia wurden zahlreiche Personen festgenommen. Während die Regierung den Vorwurf einer Sicherheitsbedrohung verteidigt, erneuert die Opposition ihre Kritik an der Unterdrückung.
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In der Nacht, in der in Sambia die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen stattfanden, wurden zahlreiche Personen festgenommen, darunter auch führende Persönlichkeiten der Opposition. Die Regierung rechtfertigte die Festnahmen mit dem Vorwurf einer „Bedrohung der staatlichen Sicherheit“.
Während die Stimmenauszählung im Land andauert, zeigen die bisher veröffentlichten Teilergebnisse, dass Präsident Hakainde Hichilema das Rennen anführt. Die Wahl gilt in Sambia, einem der bedeutendsten Kupferproduzenten Afrikas, als entscheidend dafür, ob Hichilemas wirtschaftliche Erfolge nach der Schuldenkrise während der Pandemie für eine zweite Amtszeit ausreichen werden.
Es wurde berichtet, dass auch der Oppositionsführer Brian Mundubile, einer der Hauptkonkurrenten von Hichilema, nach der Wahl bei einer bewaffneten Razzia der Sicherheitskräfte in seinem Haus festgenommen wurde.
In einer Erklärung der Regierung wurde behauptet, dass es zu einem Schusswechsel gekommen sei, nachdem vom Tatort aus auf die Sicherheitskräfte geschossen worden war. Es wurde behauptet, dass die festgenommenen Personen „hochwertige militärische Waffen, Munition und andere Materialien, die bei einem bewaffneten Aufstand hätten verwendet werden können“, bei sich trugen.
Oppositionsparteien und Nichtregierungsorganisationen hatten der Regierung bereits vor dem Wahlprozess vorgeworfen, den Druck zu erhöhen. In der Kritik standen insbesondere die Beschränkungen für politische Versammlungen und Wahlkampfaktivitäten.