Finnland veröffentlicht Geheimdienstbericht: 'Hohes Risiko russischer Spionage'
Der finnische Geheimdienst warnt in seinem veröffentlichten Bericht vor einem 'hohen Risiko russischer Spionage'.
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Der finnische Sicherheits- und Nachrichtendienst (SUPO) erklärte in einem veröffentlichten Bericht, dass Russlands Kapazitäten zur Durchführung menschlicher Geheimdienstoperationen geschwächt seien. Gleichzeitig wurde jedoch darauf hingewiesen, dass das Risiko für 'russische Spionageaktivitäten und Einflussnahme' hoch sei.
In dem von der SUPO herausgegebenen Jahresbericht wurde festgehalten, dass Russlands Hauptaugenmerk derzeit nicht auf Finnland, sondern auf der Ukraine liege, weshalb in naher Zukunft keine militärische Bedrohung für das Land bestehe.
Dem Bericht zufolge betrachtet Russland Finnland grundsätzlich als 'feindseliges Land' und zielt darauf ab, abschreckende Elemente zu schaffen, die die NATO-Mitgliedschaft Finnlands negativ beeinflussen könnten, wobei insbesondere der Cyberraum und die kritische Infrastruktur für solche Bedrohungen anfällig seien.
Der Bericht warnt davor, dass trotz der geschwächten Kapazitäten Russlands für menschliche Geheimdienstoperationen das Risiko russischer Spionage und Einflussnahme hoch bleibe. Im Bericht heißt es: "Es besteht ein hohes Risiko russischer Spionage."
In dem Bericht, in dem erneut betont wird, dass Russland die größte Sicherheitsbedrohung für Finnland darstelle, wurde mitgeteilt, dass die schwachen Beziehungen zwischen Helsinki und Moskau nun die 'neue Normalität' seien.
Es wurde darauf hingewiesen, dass es wahrscheinlich sei, dass Moskau in naher Zukunft Probleme für Finnland verursachen werde. Zudem wurde argumentiert, dass der Einfluss Russlands nicht unterschätzt werden dürfe und dass das Schüren von Unsicherheit und Chaos für Russland meist ausreiche.
Der amtierende SUPO-Direktor Teemu Turunen erklärte, man müsse sowohl jetzt als auch langfristig auf böswillige Aktivitäten vorbereitet sein.
Russland hatte dem Westen nach dem NATO-Beitritt Finnlands am 4. April 2023 vorgeworfen, Helsinki in das Bündnis gedrängt zu haben, um es von Moskau zu entfremden. Finnland hatte im Dezember seine Grenzen zu Russland geschlossen, nachdem es dem Land vorgeworfen hatte, illegalen Migranten beim Versuch des Grenzübertritts zu helfen.