Frankreich fordert Reform des UN-Sicherheitsrates
Der französische Minister für Europa und auswärtige Angelegenheiten, Jean-Noël Barrot, betonte die Notwendigkeit einer Reform des internationalen Systems, damit der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen repräsentativer und effektiver wird. Barrot rief zudem zu dringenden Lösungen für die Spannungen im Nahen Osten und den Russland-Ukraine-Krieg auf.
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Der Minister für Europa und auswärtige Angelegenheiten, Barrot, hielt eine bedeutende Rede auf dem UN-Zukunftsgipfel, der im Vorfeld der UN-Generalversammlung stattfand und an dem rund 130 Staats- und Regierungschefs teilnahmen. Barrot erklärte, dass das Hauptthema des Gipfels die Erneuerung internationaler Organisationen sei, und betonte, dass viele Staaten eine Reform des auf der UN-Charta und nachhaltiger Entwicklung basierenden internationalen Systems forderten.
Barrot drückte aus, dass die globale Governance repräsentativer und kollektiv effektiver werden müsse, und verwendete die Formulierung: „Es ist ein System, das reformiert werden muss.“ Er plädierte insbesondere für eine Erhöhung der Anzahl der ständigen und nichtständigen Mitglieder im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen sowie für eine Stärkung der Vertretung Afrikas.
In seiner Rede ging Barrot auch auf den Russland-Ukraine-Krieg und die Spannungen im Nahen Osten ein. Er wies darauf hin, dass bei den israelischen Angriffen auf den Libanon viele Zivilisten ihr Leben verloren hätten, und betonte, dass diese Angriffe „umgehend gestoppt werden müssen“. Barrot erklärte, dass Frankreich seine Bemühungen zur Lösung von Krisen, die die internationale Ordnung beeinflussen, einschließlich der Lage im Libanon, fortsetzen werde, und erneuerte seinen Appell an die Parteien und deren Unterstützer im Nahen Osten, Konflikte zu vermeiden.
Minister Barrot äußerte zudem die Forderung nach einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates zum Libanon und erklärte, dass sie ihre Forderungen nach der Freilassung der Geiseln in Gaza und der Erreichung eines Waffenstillstands aufrechterhalten würden. Er betonte zudem, dass sie die Angriffe Russlands auf die Ukraine weiterhin „entschlossen“ verurteilen würden.