Frankreich verhängt Ausgangssperre in Kolonialgebiet: Aufstand auf der Insel ausgebrochen
In der französischen Kolonie Martinique wurden neue Maßnahmen ergriffen, um Proteste gegen die hohen Lebenshaltungskosten und Aktionen des 'zivilen Ungehorsams' zu unterdrücken. Die Präfektur von Martinique kündigte eine Ausgangssperre für bestimmte Gebiete an und teilte mit, dass Ermittlungen zu den Vorfällen eingeleitet wurden.
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In der französischen Karibik-Kolonie Martinique wurde aufgrund von Protesten gegen die hohen Lebenshaltungskosten, die in der ersten Septemberwoche begannen, in einigen Stadtvierteln eine nächtliche Ausgangssperre bis zum 23. September verhängt.
Laut einer Erklärung der Präfektur von Martinique wurden nach 'Verstößen gegen die öffentliche Ordnung' in der Region Sicherheitsmaßnahmen in bestimmten Stadtteilen der Städte Fort-de-France und Lamentin auf der Insel ergriffen.
In den betroffenen Vierteln ist der Verkauf und Transport von Kraftstoffen, brennbaren Stoffen und Feuerwerkskörpern in tragbaren Behältern untersagt.
Darüber hinaus gilt in diesen Vierteln eine Ausgangssperre zwischen 21.00 und 05.00 Uhr, die bis zum 23. September andauert und bei Bedarf verlängert werden kann.
Personen im öffentlichen Dienst sowie pflegebedürftige Menschen sind von dieser Ausgangssperre ausgenommen.
In der französischen Karibik-Kolonie Martinique kämpft die Bevölkerung gegen hohe Lebenshaltungskosten und Arbeitslosigkeit
LEBENSHALTUNGSKOSTEN FÜHRTEN ZU PROTESTEN AUF DER GANZEN INSEL
Die Bevölkerung von Martinique protestiert seit Anfang September gegen die hohen Lebenshaltungskosten.
Berichten der französischen Presse zufolge wurden auf der Insel bisher 44 Fahrzeuge in Brand gesetzt und 35 Geschäfte beschädigt.
Bei den Vorfällen wurden 15 Personen festgenommen und 11 Sicherheitskräfte verletzt.
Nach Daten des französischen Nationalen Instituts für Statistik und Wirtschaftsstudien (INSEE) aus dem Jahr 2022 sind die Lebensmittelpreise auf Martinique um 40 Prozent höher als auf dem französischen Festland.