'Französischer Geheimdienst macht Russland für Bettwanzen-Krise verantwortlich'

Im Zusammenhang mit der Bettwanzen-Plage, die in der französischen Hauptstadt für Dutzende Meldungen sorgte, wird behauptet, dass Moskau Fake News verbreite, um Panik zu schüren.

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In Frankreich gab es eine interessante Entwicklung im Zusammenhang mit der Bettwanzen-Plage, die die letzten Monate geprägt hat. Frankreichs ungewöhnlicher Anstieg der Bettwanzen-Plage, der in den letzten Wochen in der Hauptstadt Paris und anderen Städten beobachtet wurde, wird nun mit einer Behauptung mit Russland in Verbindung gebracht.

Independent TürkçeWie der französische Radiosender RMC berichtet, soll der französische Geheimdienst vermuten, dass Russland versucht, mit der Bettwanzen-Plage Panik zu verbreiten. 

Geheimdienstmitarbeiter äußerten den Verdacht, dass Russland eine Strategie der Angstverbreitung verfolge, indem es gefälschte Nachrichten im Internet verbreite, die sich fälschlicherweise auf bedeutende französische Medien stützten.

Die Faktencheck-Einheit der französischen Nachrichtenagentur AFP hat zwei verdächtige Berichte identifiziert.

„PLAGE IN DEN SCHLAGZEILEN“

In einem der Berichte, der sich auf die Regionalzeitung La Montagne beruft, wird behauptet, dass aufgrund des Embargos gegen russische Chemikalien keine wirksamen Mittel gegen Wanzen mehr hergestellt werden könnten.

Die Zeitung La Montagne stellte klar, dass ein solcher Bericht niemals veröffentlicht wurde. In einer weiteren Falschmeldung, die der linksliberalen Zeitung Libération zugeschrieben wurde, wurde behauptet, der Anstieg der Wanzenpopulation sei auf ukrainische Flüchtlinge zurückzuführen.

Die französische Außenministerin Catherine Colonna erklärte bereits vor einigen Monaten, dass derartige Falschmeldungen, die insbesondere ukrainefeindliche Inhalte enthielten, vonrussischen Troll-Fabrikenproduziert würden.

Die Wanzenplage, die vor allem in den Großstädten ausgebrochen ist, gehört in Frankreich zu den meistdiskutierten Themen der letzten Monate. Berichte darüber, dass die Insekten Wohnungen, U-Bahnen und Kinos befallen, finden sich regelmäßig auf den Titelseiten der französischen Presse.