Friedensgespräche liefen weiter: Armenische Soldaten eröffneten das Feuer auf aserbaidschanische Stellungen
Es wurde berichtet, dass armenische Soldaten das Feuer auf aserbaidschanische Stellungen eröffnet haben. Armenien und Aserbaidschan setzten ihre Friedensgespräche nach dem Bergkarabach-Krieg fort. Der Angriff erfolgte, nachdem sich beide Seiten auf zwei Punkte im Text des Friedensabkommens geeinigt hatten.
İHA
Das aserbaidschanische Verteidigungsministerium teilte mit, dass Einheiten der armenischen Streitkräfte von ihren Stellungen in der Siedlung Dığ im Bezirk Gorus aus das Feuer auf Positionen der aserbaidschanischen Armee eröffnet hätten. In der Erklärung wurde angegeben, dass sich der Vorfall um 09.45 Uhr Ortszeit ereignete. Das Ministerium erklärte, dass solche Aktionen der armenischen Seite in letzter Zeit häufiger vorkämen.
Vertreter des Ministeriums erinnerten daran, dass armenische Soldaten bereits am 4. März einen ähnlichen Angriff verübt hätten. Das Ministerium betonte, dass solche provokativen Handlungen die Spannungen in der Region verschärften und gegen das Völkerrecht verstießen.
Der aserbaidschanische Außenminister Ceyhun Bayramov gab am 13. März bekannt, dass bei den mit Armenien geführten Friedensgesprächen eine Einigung über den gesamten Text des Abkommens erzielt worden sei. Bayramov erklärte, der nächste Schritt bestehe darin, Bestimmungen in der armenischen Verfassung und anderen Rechtsvorschriften zu streichen, die der territorialen Integrität und Souveränität Aserbaidschans widersprechen.
DER AKTUELLE STAND DER FRIEDENSGESPRÄCHE
Bayramov, der sich im Rahmen des 12. Globalen Baku-Forums gegenüber Journalisten äußerte, erklärte, dass die Arbeiten am Text des Friedensabkommens abgeschlossen seien. Bayramov merkte an, dass Armenien auch die zwei zuvor umstrittenen Punkte akzeptiert habe, und vertrat die Ansicht, dass die OSZE-Minsk-Gruppe ihre Funktion verloren habe und aufgelöst werden müsse.
Die Verstärkung der Angriffe der armenischen Armee auf Zivilisten am 27. September 2020 und der Beschuss von Dörfern entlang der Kontaktlinie mit schweren Waffen führten dazu, dass Aserbaidschan eine Gegenoperation startete. Im 44-tägigen Krieg gab die aserbaidschanische Armee bekannt, 5 Städte, 4 Kleinstädte und 286 Dörfer von der Besatzung befreit zu haben. Während des Krieges fielen 2.908 aserbaidschanische Soldaten, zudem wurde der Tod von 94 Zivilisten gemeldet.