G20-Gipfeltreffen hat begonnen: Erdoğan nimmt teil

Präsident Erdoğan ist nach Südafrika gereist, um am G20-Gipfel teilzunehmen. Der Gipfel wird wichtige Themen wie den Klimawandel, die Nahrungsmittelkrise und die globale Wirtschaftslage behandeln.

12punto

In der südafrikanischen Stadt Johannesburg hat das 20. G20-Gipfeltreffen unter dem Motto „Solidarität, Gleichheit, Nachhaltigkeit“ begonnen. Die Staats- und Regierungschefs werden zwei Tage lang Themen wie die globale Wirtschaftslage, Entwicklung, Energiesicherheit, die Nahrungsmittelkrise und internationale Stabilität erörtern.

Auf der Agenda des Gipfels stehen zudem der Kampf gegen den Klimawandel, die Widerstandsfähigkeit gegenüber Katastrophen, die Finanzierung eines gerechten Übergangs zu sauberer Energie sowie die Sicherung der Schuldentragfähigkeit für Länder mit niedrigem Einkommen.

Südafrika zielt darauf ab, beim diesjährigen Gipfel die Hauptanliegen des Globalen Südens auf die Tagesordnung zu setzen, darunter Klimafinanzierung, die Stärkung von Mechanismen zum Schuldenerlass, ein gerechterer Zugang zu Entwicklungsinvestitionen sowie die Wertschöpfung aus kritischen Rohstoffen innerhalb der lokalen Wirtschaft.

ERDOĞAN AM GIPFEL BETEILIGT

Präsident Erdoğan ist für den G20-Gipfel nach Südafrika gereist. Nach seiner Ankunft am Tagungsort wird Erdoğan unter anderem mit dem südafrikanischen Präsidenten Cyril Ramaphosa sowie weiteren G20-Staatschefs und Vertretern internationaler Organisationen zusammentreffen. Zudem wird Erdoğan bei den Sitzungen unter dem Motto „Solidarität, Gleichheit, Nachhaltigkeit“ das Wort ergreifen.

USA NEHMEN NICHT AM GIPFEL TEIL

US-Präsident Donald Trump hatte seine Teilnahme am Gipfel mit dem Vorwurf der „rassisch motivierten Diskriminierung“ gegen die weiße Minderheit in Südafrika begründet und die Ausrichtung des Treffens in Südafrika als „absolute Schande“ bezeichnet.

Präsident Cyril Ramaphosa wies die Vorwürfe der Gewalt gegen Weiße zurück und erklärte, die Entscheidung zum Boykott sei „ein Verlust für die USA selbst“.

Berichten der südafrikanischen Presse zufolge übt die Trump-Regierung diplomatischen Druck auf die Regierung in Pretoria aus, um die Veröffentlichung einer gemeinsamen Abschlusserklärung am Ende des Gipfels zu verhindern.

Die Regierung in Pretoria strebt hingegen die Veröffentlichung einer gemeinsamen Erklärung an und setzt ihre diesbezüglichen diplomatischen Bemühungen fort.

Unterdessen wird China durch Premierminister Li Qiang und Russland durch den stellvertretenden Leiter der Präsidialverwaltung, Maxim Oreschkin, vertreten; Argentinien und Mexiko entsenden ihre Außenminister zum Gipfel.

AFRIKANISCHE UNION ERSTMALS STÄNDIGES MITGLIED

Der erste G20-Gipfel auf dem afrikanischen Kontinent zeichnet sich zudem dadurch aus, dass die Afrikanische Union (AU) erstmals als ständiges Mitglied teilnimmt.

Dieser Schritt wird als wichtiger Meilenstein auf dem Weg Afrikas zu einem stärkeren Akteur in der globalen Governance angesehen.

Die AU wird auf dem Gipfel durch ihren amtierenden Vorsitzenden und Präsidenten der Komoren, Assoumani Azali, vertreten.