Gemächer des Papstes versiegelt, Fischerring zerstört
Das geistliche Oberhaupt der Katholiken und Staatsoberhaupt des Vatikans, Papst Franziskus, ist im Alter von 88 Jahren verstorben. Nach dem Tod des Papstes wurde das traditionelle Vatikan-Protokoll angewandt: Seine Gemächer wurden versiegelt und der „Fischerring“ zerstört. Die Kardinäle bereiten sich auf ihr erstes Treffen für die Trauerfeierlichkeiten vor.
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Papst Franziskus ist gestern Morgen im Alter von 88 Jahren verstorben. Nach dem Tod des Papstes wurde im Vatikan der im Kirchenrecht für den Fall des Ablebens eines Papstes vorgesehene Prozess eingeleitet.
Dem Bericht des offiziellen Nachrichtenorgans des Vatikans, Vatican News, zufolge wurden gestern Abend gegen 20.00 Uhr die Phasen der öffentlichen Bekanntgabe des Todes sowie die Überführung des Leichnams in den Sarg vollzogen.
GEMÄCHER VERSIEGELT
Im Anschluss an diesen Vorgang schlossen und versiegelten der „Camerlengo“ (Kämmerer der Heiligen Römischen Kirche), Kardinal Kevin Farrell, der die Übergangsphase bis zur Wahl des nächsten Papstes leitet, gemeinsam mit dem Kardinalstaatssekretär (Premierminister) Kardinal Pietro Parolin und Erzbischof Edgar Peña Parra die Residenz von Papst Franziskus sowie die von ihm persönlich genutzten Räume im Apostolischen Palast.
„FISCHERRING“ ZERSTÖRT
Unter der Aufsicht von Camerlengo Kardinal Farrell wurde zudem der päpstliche Siegelring, der „Fischerring“, zerstört und gemäß dem Kirchenrecht die „Sede Vacante“, lateinisch für „der Stuhl ist leer“, ausgerufen. D
ie offizielle Website des Vatikans aktualisierte ihren Status ebenfalls auf „Sede Vacante“.
ERSTES TREFFEN NACH DEM TOD DES PAPSTES
Unterdessen wurde mitgeteilt, dass die Kardinalskongregation heute Morgen zu ihrem ersten Treffen nach dem Tod von Papst Franziskus zusammenkommen wird, bei dem möglicherweise das Datum für die Trauerfeierlichkeiten von Papst Franziskus festgelegt wird.