Neue Dokumente im Skandal-Fall: Fotos von Epsteins Zelle und Leiche veröffentlicht
Das US-Justizministerium hat neue Dokumente veröffentlicht, die bisher unveröffentlichte Fotos der Leiche und der Zelle von Jeffrey Epstein enthalten, der 2019 tot in seiner Gefängniszelle aufgefunden wurde.
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Das US-Justizministerium hat neue Dokumente veröffentlicht, die bisher unveröffentlichte Fotos der Leiche und der Zelle von Jeffrey Epstein enthalten, der 2019 tot in seiner Gefängniszelle aufgefunden wurde.
Das US-Justizministerium (DoJ) hat unter den Millionen neu freigegebenen Dokumenten auch bisher unveröffentlichte Fotos der Leiche und der Zelle von Jeffrey Epstein aufgenommen, der 2019 tot in seiner Gefängniszelle aufgefunden wurde.
Im Rahmen der Dokumente wurden auch die vom FBI-Außenbüro in New York erstellte Todesermittlungsakte sowie Berichte der diensthabenden Aufseher des Metropolitan Correctional Center (MCC) in Manhattan veröffentlicht.
Die Berichte enthalten zahlreiche Fotos, die kurz nachdem Epstein am frühen Morgen des 10. August 2019 erhängt in seiner Zelle gefunden wurde, aufgenommen wurden.
In der Akte, die in den Unterlagen des Justizministeriums unter der Nummer „EFTA00134598“ geführt wird, sind Bilder zu sehen, auf denen Epsteins zerrissene orangefarbene Gefängniskleidung zu erkennen ist und Rettungskräfte eine Herz-Lungen-Wiederbelebung (CPR) durchführen.
Auf den Fotos fallen die auf seine Brust geklebten Elektroden, eine Halskrause, eine an der Trage befestigte Sauerstoffflasche und ein Infusionsschlauch auf.
Auf einigen Aufnahmen ist zu sehen, dass Epsteins Gesicht geschwollen und gerötet ist und sein Hals tiefe Schnittwunden aufweist, die durch eine improvisierte Schlinge verursacht wurden.
In den Dokumenten wird zudem festgehalten, dass Epsteins Schildknorpel (Kehlkopf) weitgehend gebrochen war.
Zu den veröffentlichten Bildern gehören auch Fotos der Zelle, auf denen der orangefarbene Stoffstreifen, mit dem sich Epstein laut den Berichten erhängt haben soll, noch am Metallrahmen des Bettes befestigt ist.
AUFZEICHNUNGEN DER LETZTEN STUNDEN
Der vom DoJ unter der Nummer „EFTA00161494“ veröffentlichte Todesuntersuchungsbericht enthält Details zu den letzten Lebensstunden Epsteins.
Dem Bericht zufolge wurde Epstein am Morgen des 9. August 2019 vor Gericht geführt, und am Nachmittag verließ sein Zellengenosse die Abteilung. Es wird vermerkt, dass ein Beamter notierte, Epstein könnte bei seiner Rückkehr einen neuen Zellengenossen benötigen.
Am selben Abend soll Epstein ein etwa 20-minütiges Telefonat geführt haben, wobei die Identität der Person, mit der er sprach, im Bericht nicht genannt wird.
In den Dokumenten wird zudem festgehalten, dass das Telefonat im Duschbereich geführt wurde und die Nummer von einem Beamten gewählt wurde.
Der Bericht besagt, dass am Morgen des 10. August um 06.33 Uhr ein Körperalarm ausgelöst wurde und ein Beamter seinem Vorgesetzten mitteilte: „Epstein hat sich erhängt.“
In den Aussagen der Beamten wird eingeräumt, dass die Kontrollen um 03.00 Uhr und 05.00 Uhr nicht durchgeführt wurden. Die Worte eines Beamten, „Wir haben einen Fehler gemacht… oder besser gesagt, ich habe einen Fehler gemacht, wir haben die Kontrollen nicht durchgeführt“, wurden in den Protokollen festgehalten.
TRANSPORT INS KRANKENHAUS UND OFFIZIELLER TODESZEITPUNKT
Epstein wurde in die medizinische Abteilung im zweiten Stock des Gefängnisses gebracht. Dort führten sowohl der diensthabende Beamte als auch eine Krankenschwester eine Herz-Lungen-Wiederbelebung durch, doch es konnten keine Lebenszeichen mehr festgestellt werden.
Es wurde mitgeteilt, dass Epstein später mit einem Krankenwagen in das Beekman Hospital gebracht wurde und sein offizieller Todeszeitpunkt auf 07.36 Uhr festgelegt wurde.
Die Behörden erklärten, dass Epstein in seiner Zelle in New York Suizid begangen habe, während er auf seinen Prozess wegen des Vorwurfs des Sexhandels mit Minderjährigen und der Verschwörung zu diesem Verbrechen wartete.
Gegen Epstein gab es zahlreiche Vorwürfe, wonach er in seinem Herrenhaus in Manhattan, auf der Karibikinsel Little St. James und auf seiner Ranch in New Mexico zahlreiche Frauen und Kinder missbraucht haben soll.