Reaktionen aus der Welt auf die Erklärung des Terroristenführers Öcalan: 'Die PKK könnte die Waffenruhe ablehnen'
Nach dem Aufruf des PKK-Anführers Abdullah Öcalan an die Organisation, die Waffen niederzulegen und sich aufzulösen, gab es verschiedene Reaktionen aus der internationalen Öffentlichkeit. Während das Europäische Parlament und Deutschland den Aufruf als positiven Schritt bewerteten, betonte der Präsident der Region Kurdistan im Irak (KRG), Nechirvan Barzani, dass die PKK nun handeln müsse. Die US-Regierung erklärte, sie verfolge die Entwicklungen aufmerksam und dies könne dazu beitragen, Frieden in die Region zu bringen. Die Weltpresse griff die Erklärung in ihren Schlagzeilen auf und analysierte in Berichten, wie der Prozess weiter verlaufen könnte.
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Die Weltpresse teilte die Einschätzung, dass die PKK auf den Aufruf des Terroristenführers Abdullah Öcalan zur Niederlegung der Waffen negativ reagieren könnte. Nachdem eine Delegation der DEM-Partei die Botschaft Öcalans bei einem Treffen in Istanbul verkündet hatte, kamen Stellungnahmen aus vielen Ländern, insbesondere aus dem Europäischen Parlament, Deutschland, der Region Kurdistan im Irak (KRG) und den USA.
Vertreter der Europäischen Union und einige westliche Länder bewerteten diesen Schritt als positive Entwicklung. Der Präsident der KRG, Nechirvan Barzani, forderte die PKK auf, auf Öcalans Aufruf zu reagieren, während die US-Regierung erklärte, den Prozess aufmerksam zu verfolgen. Unterdessen widmeten auch die internationalen Medien dem Aufruf Öcalans breiten Raum und diskutierten, welche Auswirkungen diese Entwicklung auf die Politik in der Türkei und der Region haben könnte.
UNTERSTÜTZUNG DURCH DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT
Der Türkei-Berichterstatter des Europäischen Parlaments (EP), Nacho Sanchez Amor, bezeichnete die Erklärung Öcalans als einen 'historischen Schritt'. Amor äußerte: ''Dies ist ein wichtiger Ausgangspunkt für eine friedliche Lösung der kurdischen Frage in der Türkei''.
ERSTE REAKTION AUS DEUTSCHLAND
Der Abgeordnete der deutschen Grünen, Max Lucks, betrachtete den Aufruf aus der Perspektive des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR). In einem auf seiner Website veröffentlichten Beitrag bewertete Lucks: ''Der Aufruf des PKK-Gründers Öcalan zur Niederlegung der Waffen könnte ein Wendepunkt im türkisch-kurdischen Friedensprozess sein''.
Lucks erklärte zudem, dass sich die Erklärung auch positiv auf die deutsch-türkischen Beziehungen auswirken könnte.
KRG-PRÄSIDENT BARZANI: 'DIE PKK MUSS ANTWORTEN'
Barzani erklärte in seiner Bewertung zu Öcalans Erklärung, dass die PKK auf diesen Aufruf reagieren müsse. Barzani sagte: 'Anstelle von Gewalt und Waffen können durch friedlichen und demokratischen Kampf bessere Ergebnisse erzielt werden'.
Barzani betonte, dass der Prozess unter Beteiligung aller Parteien voranschreiten müsse, und erklärte, dass die KRG den Friedensprozess unterstütze und bereit sei, ihren Teil dazu beizutragen.
USA: 'WIR VERFOLGEN DIE ENTWICKLUNGEN GENAU'
Der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates des Weißen Hauses, Brian Hughes, erklärte, dass die USA den Aufruf aufmerksam verfolgen. Hughes sagte: 'Dies ist eine wichtige Entwicklung und wir hoffen, dass sie dazu beitragen wird, die Bedenken unserer türkischen Verbündeten hinsichtlich unserer Partner im Kampf gegen den IS auszuräumen'. In seiner Erklärung betonte er zudem, man glaube, dass dieser Schritt das Potenzial habe, Frieden in die Region zu bringen.
WIE HAT DIE WELTPRESSE DARAUF REAGIERT?
Öcalans Erklärung fand in den internationalen Medien breite Beachtung. CNN betonte, dass die Erklärung das Potenzial habe, den jahrzehntelangen Konflikt zwischen der Türkei und der PKK zu beenden. Bloomberg bezeichnete die Entwicklung als 'großen Fortschritt', während Reuters berichtete, dass Öcalan gefordert habe, die Organisation solle sich auflösen.
Laut einem Bericht von Euronews könnten die in Syrien ansässigen Elemente der PKK den Aufruf Öcalans zur Niederlegung der Waffen ablehnen. Euronews wies darauf hin, dass die Terrororganisation in verschiedenen Ländern eine 'komplexe' Struktur aufgebaut habe, und berichtete, dass die PKK Öcalan möglicherweise nicht mehr als 'Führer' wie in der Vergangenheit betrachte.
Der Analyse der Zeitung zufolge könnten die PKK-Führer den Aufruf Öcalans 'unterschiedlich interpretieren' und die Entscheidung zur Waffenabgabe verzögern oder ganz auf Eis legen.
Die DW berichtete, dass Öcalan zu einer neuen 'Friedensperiode' und einer 'demokratischen Gesellschaft' aufgerufen habe.
Der US-Sender CNN erklärte, dass Öcalans Aufruf dazu beitragen könne, den seit Jahren andauernden Konflikt zu beenden. Bloomberg argumentierte, dass diese Entwicklung einen bedeutenden Wandel in der Region bedeuten könnte.
The Guardian interpretierte Öcalans Aufruf als 'Beginn eines fragilen Friedens', während Middle East Eye schrieb, dass diese Entwicklung von den Behörden in Ankara im Zusammenhang mit den zunehmenden Spannungen in der Region gesehen werde.
The Middle East Eye wies in seinem Bericht darauf hin, dass in diesem Prozess die politischen Risiken von Devlet Bahçeli, dem Verbündeten von Präsident Recep Tayyip Erdoğan, übernommen wurden.
Reuters berichtete, dass Öcalan in seinem Brief die Worte 'Ich rufe dazu auf, die Waffen niederzulegen' verwendet habe. Die New York Times erklärte, dass der Aufruf international ein Echo hervorrufen könnte, der weitere Prozess jedoch ungewiss sei.
Yedioth Ahronoth stellte die Frage, ob der Aufruf von der PKK akzeptiert werde, während Alarabiya erklärte, dass diese Entwicklung die politischen und sicherheitspolitischen Gleichgewichte in Syrien und im Irak beeinflussen könnte.