Vorbereitungen für die Trauerfeier des Papstes abgeschlossen: Wer ist Papst Franziskus?
Im Vatikan sind die Vorbereitungen für die Trauerfeier von Papst Franziskus beendet; Staats- und Regierungschefs aus aller Welt strömen nach Rom.
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Die Vorbereitungen für die Trauerfeier von Papst Franziskus, dem 266. Oberhaupt der katholischen Kirche, sind im Vatikan abgeschlossen. Für den am 21. April verstorbenen Papst Franziskus findet heute auf dem Petersplatz eine Zeremonie statt. An der Trauerfeier werden zahlreiche Staats- und Regierungschefs teilnehmen, darunter auch der US-Präsident Donald Trump. Es wird erwartet, dass der türkische Parlamentspräsident Numan Kurtulmuş die Türkei vertreten wird.
Die Trauerfeier beginnt um 10.00 Uhr Ortszeit (11.00 Uhr türkischer Zeit) und wird vom Dekan des Kardinalskollegiums, Kardinal Giovanni Battista Re, geleitet. Während der Zeremonie wird der Luftraum über Rom für den Flugverkehr gesperrt; zur Gewährleistung der Sicherheit sind 4.000 Sicherheitskräfte im Einsatz.
WER WAR PAPST FRANZISKUS?
Papst Franziskus, mit bürgerlichem Namen Jorge Mario Bergoglio, war ein in Argentinien geborener Papst italienischer Abstammung. Er ging als erster Papst aus Südamerika und als erster Papst aus dem Jesuitenorden in die Geschichte ein. Bekannt für seinen bescheidenen Lebensstil, zog er es vor, in einem einfachen Gästehaus statt in den luxuriösen päpstlichen Gemächern im Vatikan zu wohnen.
Papst Franziskus vertrat eine klare Haltung in Fragen der sozialen Gerechtigkeit, der Armutsbekämpfung, der Rechte von Migranten und des Umweltschutzes. Er erregte Aufmerksamkeit durch seine Kritik an den Auswüchsen des Kapitalismus sowie durch eine inklusivere Sprache gegenüber LGBT-Personen und geschiedenen Paaren. Sein Ausspruch „Wer bin ich, dass ich verurteile?“ wurde zu einem der bekanntesten Beispiele für diesen Ansatz.
Der interreligiöse Dialog und Bemühungen um den Frieden waren ebenfalls wichtige Merkmale von Papst Franziskus. Er traf sich mit Führern verschiedener Glaubensrichtungen, darunter dem Islam und dem Judentum, um das gegenseitige Verständnis zwischen den Religionen zu stärken. Mit seiner 2015 veröffentlichten Enzyklika „Laudato si’“ richtete er einen eindringlichen Appell an die katholische Welt zum Umweltschutz und zum Kampf gegen den Klimawandel.
Papst Franziskus schwieg nicht zu den Krisen weltweit; insbesondere in Bezug auf die Konflikte und zivilen Opfer im Gazastreifen bezog er klar Stellung und forderte einen Waffenstillstand. Er bezeichnete die humanitäre Lage in Gaza als „unerträglich“ und rief die internationale Gemeinschaft zum Handeln für den Frieden auf.
Papst Franziskus, der Reformen gegen Korruption im Vatikan einleitete, zielte darauf ab, die Kirche transparenter zu machen, stieß dabei jedoch auf erheblichen internen Widerstand. Mit seinem bescheidenen Lebensstil, seinem Fokus auf soziale Gerechtigkeit und seinen Reformbemühungen wird Papst Franziskus als ein Oberhaupt in Erinnerung bleiben, das tiefe Spuren in der katholischen Welt hinterlassen hat.