Gedenkfeier für Verstorbene in Deutschland: 4 Menschen türkischer Abstammung kamen ums Leben

Bei einer Gedenkfeier in Deutschland wurde der Opfer gedacht, die bei einem durch Brandstiftung verursachten Feuer ihr Leben verloren.

AA

In der deutschen Stadt Solingen fand eine Gedenkfeier für vier Mitglieder derselben Familie türkischer Abstammung statt, die bei einem Brand ums Leben kamen, der durch die Brandstiftung an einem Gebäude verursacht wurde.

Die Teilnehmer der Gedenkfeier, die vor dem Gebäude im Solinger Stadtteil Höhscheid stattfand, bei dem 4 Menschen starben und 9 verletzt wurden, forderten eine vollständige Aufklärung des Vorfalls.

An der Zeremonie nahm auch Kamil Genç teil, der am 29. Mai 1993 bei einem Brandanschlag auf sein Haus in Solingen fünf Familienmitglieder verloren hatte.

Genç erklärte gegenüber einem AA-Korrespondenten, dass er beim Anblick des abgebrannten Gebäudes am Montag denselben Schmerz wieder empfunden habe, den er 1993 beim Brand seines eigenen Hauses erlebt hatte.

Genç sagte, er habe seit fünf Tagen vor Kummer nicht schlafen können und sei sofort nach Bekanntwerden des Brandes zum Unglücksort geeilt.

Genç sagte: "Dieses Gebäude ist, genau wie unser abgebranntes Haus, aufgrund der Holzbauweise durch Brandstiftung niedergebrannt. Die Ereignisse jener Nacht, die Schreie, die Arbeit der Feuerwehr – alles kam mir wieder in den Sinn. Bei diesem Brand verloren meine beiden Töchter Saime und Hülya, meine beiden Schwestern Hatice und Gürsün sowie unser Gast aus der Türkei, Gülüstan Öztürk, ihr Leben."

Genç forderte die Behörden auf, diesen Vorfall aufzuklären.

WAS WAR PASSIERT?

Bei einem Brand in einem vierstöckigen Gebäude im Solinger Stadtteil Höhscheid kamen 4 Menschen türkischer Abstammung, die bulgarische Staatsbürger waren, darunter 2 Kinder, ums Leben; 9 weitere Personen wurden verletzt, 2 davon schwer.

In einer Erklärung der Staatsanwaltschaft Wuppertal hieß es, dass der vorläufige Bericht nach den Untersuchungen darauf hindeute, dass das Feuer durch Brandstiftung verursacht wurde.

Dem Gutachten zufolge begann das Feuer, das sich in der Nacht vom 24. auf den 25. März ereignete, im Treppenhaus des alten Gebäudes und griff aufgrund des 'Kamineffekts' innerhalb von 5 Minuten auf das Dach über.

Es wurde festgestellt, dass im hölzernen Treppenhaus Rückstände gefunden wurden und man aufgrund dieser Beweise zu dem Schluss gekommen sei, dass das Feuer vorsätzlich durch Brandstiftung gelegt wurde.

Der Wuppertaler Staatsanwalt Heribert Kaune-Gebhardt erklärte in einer Stellungnahme, dass ihnen derzeit keine Beweise vorlägen, die auf ein 'fremdenfeindliches Motiv' für den Vorfall hindeuteten.