Gefangenenaustausch zwischen Aserbaidschan und Armenien

Bei einem Austausch an der Grenze zwischen Aserbaidschan und Armenien im Abschnitt Gazah kehrten 2 aserbaidschanische Soldaten im Gegenzug für 32 armenische Soldaten in ihre Heimat zurück.

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Aserbaidschan und Armenien haben nach ihrer Entscheidung zur Normalisierung der Beziehungen heute einen Gefangenenaustausch durchgeführt. Im Rahmen dieses Austauschs kehrten 2 aserbaidschanische Soldaten im Gegenzug für 32 armenische Soldaten in ihre Heimat zurück.

AUSTAUSCH AN DER GRENZE VOLLZOGEN

In einer Erklärung des aserbaidschanischen Staatskomitees für Angelegenheiten von Kriegsgefangenen, Vermissten und Geiseln hieß es: "Aserbaidschan hat 32 armenische Soldaten freigelassen, Armenien hat im Gegenzug zwei aserbaidschanische Soldaten freigelassen." Der Austausch fand im Grenzabschnitt Gazah zwischen Aserbaidschan und Armenien statt.

In der Erklärung wurde zudem mitgeteilt: "Die armenischen Soldaten wurden an Armenien übergeben, nachdem das Internationale Komitee vom Roten Kreuz ihren Gesundheitszustand überprüft und ein positives Ergebnis bestätigt hatte."

PASCHINJAN TEILTE INFORMATIONEN

Der armenische Premierminister Nikol Paschinjan veröffentlichte die Namen der 32 freigelassenen Soldaten auf seinem Social-Media-Konto.

Der Austausch erfolgte, nachdem Baku und Eriwan in der vergangenen Woche eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht hatten, in der sie "den lang ersehnten Frieden in der Region" versprachen und den Austausch von Kriegsgefangenen ankündigten. Der Austausch wurde von allen Vermittlern des Konflikts begrüßt.

Neben der EU und den USA lobten auch die Regionalmächte Türkei und Russland die Erklärung als "Durchbruch".

Eriwan hatte im November erklärt, dass sich in Baku insgesamt 55 armenische Kriegsgefangene befänden. Es wurde angegeben, dass sich diese Zahl aus sechs Zivilisten, 41 Soldaten und acht separatistischen Anführern zusammensetzt, die nach der Militäroperation Bakus festgenommen wurden.

FRIEDENSVERHANDLUNGEN

Der Gefangenenaustausch hat die Hoffnungen auf eine Wiederbelebung der direkten Gespräche zwischen Paschinjan und dem aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Aliyev gestärkt.

Die beiden trafen sich mehrfach zu Normalisierungsgesprächen unter der Vermittlung des EU-Ratspräsidenten Charles Michel. Der Prozess geriet jedoch im Oktober ins Stocken, als Aliyev die Teilnahme an Verhandlungen mit Paschinjan in Spanien verweigerte und Frankreich Voreingenommenheit vorwarf.

Es war geplant, dass der französische Präsident Emmanuel Macron und der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz Michel bei diesen Gesprächen als Vermittler unterstützen. Bei den Bemühungen der EU, eine neue Verhandlungsrunde zu organisieren, wurden bisher keine sichtbaren Fortschritte erzielt.

Aserbaidschan lehnte zudem die Teilnahme an den für den 20. November in den USA geplanten Gesprächen ab, wobei die "voreingenommene" Haltung Washingtons als Grund angeführt wurde. Der Einfluss Russlands, das traditionell eine einflussreiche Macht in der Region ist, hat aufgrund des langwierigen Ukraine-Krieges abgenommen.